Bundespräsident Christian Wulff und Ministerpräsident Stanislaw Tillich empfangen Freiwillige aus vier Ländern in Görlitz

Dresden (14. Juni 2011) – „Freiwillig. Etwas bewegen – Engagement in Europa für alle Generationen“ – unter diesem Motto empfangen Bundespräsident Christian Wulff, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, heute rund 80 Freiwillige aus Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich in Görlitz. Anlass des grenzüberschreitenden Festakts ist das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011.

„Görlitz als sächsische Stadt im Herzen Europas ist der ideale Ort, das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zu beginnen“, sagte Ministerpräsident Tillich zu Beginn des Festaktes. „Denn hier wird die Europäische Union mit ihrer größten Errungenschaft erfahrbar- offene Grenzen, die wiederum grenzenloses Miteinander der Menschen ermöglichen. Besonders in diesem Jahr, in dem sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal jährt, ist der Wert der Freiheit in einem geeinten Europa, für uns Sachsen zugleich Verpflichtung.“

„Engagement baut Brücken zwischen Menschen – über nationale Grenzen hinweg“, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues. „Mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit wollen wir die Leistungen der Freiwilligen noch stärker fördern und sichtbar machen. Denn: Alle Menschen, die sich engagieren und freiwillig für andere einsetzen, verdienen unsere Unterstützung und Anerkennung“, so Dr. Hermann Kues.

„Gelebtes Füreinander ist in vielen öffentlichen Bereichen unverzichtbar geworden und bereichert das gesellschaftliche Leben auch in unserer Stadt enorm. Menschlichkeit und Nächstenliebe machen unsere Gesellschaft wärmer und verbinden Menschen aller Generationen, auch über Ländergrenzen hinweg.“, bekräftigt der Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, Joachim Paulick, die Bedeutung der Freiwilligentätigkeit.

Der Festakt in Görlitz bildet zugleich den Startschuss des zweijährigen Projekts
„7 Brücken die verbinden“. Mit dem Projekt sollen über Grenzen hinweg Engagementstrukturen in Polen, Tschechien, Österreich, Dänemark und Deutschland aufgebaut werden. Dazu arbeiten Freiwillige aus jeweils zwei Partnerstädten in sieben Einzelprojekten über zwei Jahre zusammen.

Das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit geht zurück auf einen Beschluss des Europäischen Rates. Es zielt darauf, bürgerschaftliches Engagement insgesamt zu stärken, durch den europäischen Austausch neue Möglichkeiten für Engagement zu eröffnen und – parallel dazu – die Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung voranzutreiben. In Deutschland ist das Bundesfamilienministerium für die Koordination des Jahres der Freiwilligentätigkeit verantwortlich.

Das Bundesfamilienministerium fördert bürgerschaftliches Engagement auf vielfältige Weise. Dazu zählen die Freiwilligendienste aller Generationen, das Programm „Aktiv im Alter“ sowie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Am 1. Juli 2011 wird zudem der neue Bundesfreiwilligendienst starten. Damit bietet die Bundesregierung rund 35.000 Frauen und Männern pro Jahr die Möglichkeit zum Einsatz für das Gemeinwohl. Der Bundesfreiwilligendienst wird die Freiwilligendienste der Länder FSJ und FÖJ ergänzen und gemeinsam mit den bestehenden Freiwilligendiensten durchgeführt und verwaltet werden.

Informationen zum Projekt „7 Brücken die verbinden“ und den Projektstandorten finden Sie unter www.siebenbruecken.eu.

Informationen zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 finden Sie unter www.ejf2011.de.

Weitere Informationen zu den Angeboten des Bundesfamilienministeriums für freiwillig Engagierte finden Sie unter www.bmfsfj.de.

Medienservice Sachsen
Quelle: Mediaservice-Sachsen