Staatsministerin Christine Clauß übergibt das Malbuch an die Schüler des Förderzentrums Sprache – damit wird das Wort-, Mal- und Kunstbuch „Worte zum Anlehnen“ zum mobilen Schul-Kunst-Projekt

Es gibt in Dresden einen Ort, an dem Schüler, Lehrer, Erzieher und Gäste von freundlicher Wortkunst und von meterhohen Wortskulpturen begrüßt werden:
„Hallo Ihr Lieben!“ heißt es schon von weitem; zum Abschied dann: „Tschüss bis morgen“.
Auf den Wänden der Innenhöfe kann man farbige Worte lesen und hinter den Hecken versteckt sich das Wort „verstecken“ oder der „Vogel“ hebt sich in die Luft. Dies alles ist am Förderzentrum Sprache in Dresden zu entdecken.

Im Jahr 2008 haben sich die Schülerinnen und Schüler dieser Schule gemeinsam mit ihren Lehrern und der Kunsttherapeutin Friederike Altmann auf das Schul-Kunst-Projekt „Worte zum Anlehnen“ eingelassen. Der KunstRaum, diese kunsttherapeutisch-künstlerische Oase mitten im Schulalltag, war das Herz des Projekts. Dabei suchten die Kinder dieser Förderschule ihre eigenen Lieblingsworte, um sie dann auszuwählen, zu diskutieren, auszuwählen, zu bearbeiten und letztlich auf wunderbare Weise im Schulalltag sichtbar zu machen.

Unterstützt wurden sie dabei von Rupprecht Matthies, einem Künstler aus Hamburg, der schon seit vielen Jahren Begriffe ganz buchstäblich zum Leben erweckt. Er schärft unsere Sinne neu für die Poesie des gesprochenen und gelesenen Wortes. So auch am Förderzentrum Sprache, wo Worte für die Schüler schon mal ein großes Problem sein können. Wenn sie sich aber plötzlich in farbenfrohe Plastiken verwandeln oder in eine fast tanzende Wand aus ihren Lieblingsworten, dann hat kein Schüler mehr Angst davor.

Für Projektleiterin Friederike Altmann stellte sich die Frage: Wie könnten wir die Lieblingsworte und die Begeisterung unserer Schule zu den Kindern der Stadt bringen? Wie können wir vielen Kindern, Eltern und Pädagogen die Wortkunst von Rupprecht Matthies und das gesamte Konzept zugänglich machen? So entstand die Idee, aus den Lieblingsworten der Kinder zusammen mit dem Künstler ein Malbuch zu entwickeln. Alle Schüler sind nun besonders stolz, denn heute wird es Ihnen übergeben.

„Das außergewöhnliche Wort-, Mal- und Kunstbuch mit dem Titel „Worte zum Anlehnen“ erlaubt Kindern, ihrer eigenen Fantasie und ihrer individuellen Sprache Raum geben können. Dabei gehen sie mit den Wörtern um, die im Kinderleben echte Bedeutung und ihren festen Platz haben. Dieses Malbuch macht ihnen wirklich Mut zur freien kreativen Gestaltung.“ betont Staatsministerin Christine Clauß anlässlich der Übergabe des Malbuches an die Schüler des Förderzentrums Sprache am 24. Juni 2011.

Das Malbuch gibt es jetzt für Kindergärten und Grundschulen.
Es kann unter
kunstraumdresden@aol.com oder fz-sprache-dresden@web.de erworben werden.
Friederike Altmann
Leiterin des Kunst-Raum
Tel. 0351/2067354
Uwe Hempel
Förderschulrektor

Medienservice Sachsen
Quelle: Mediaservice-Sachsen