Welterbeprojekt Montanregion Erzgebirge: GRÜNE fordern Staatsregierung auf, Blockadehaltung zu beenden

Mit völligem Unverständnis nehmen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen den Ausschluss Tschechiens aus dem Welterbeprojekt "Montanregion Erzgebirge" durch die Staatsregierung zur Kenntnis. Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender der sächsischen GRÜNEN: "Offenbar will die Staatsregierung das Projekt nicht. Erst diffamiert CDU-Minister Ulbig das Projekt als wirtschaftsfeindliche ‚Käseglocke‘, nun folgt der Affront gegen die tschechischen Partner."
"Man kann doch nicht die gemeinsame Geschichte der Montanregion auf dem Erzgebirgskamm trennen! Die Staatsregierung muss diese unsinnige Blockadehaltung endlich beenden. Ein klares Bekenntnis zu einem grenzüberschreitenden Welterbeprojekt ist auch ein Bekenntnis zur europäischen Integration.", fordert Zschocke.
Nach Auffassung der Grünen ist ein gemeinsamer Antrag mit Tschechien absolut selbstverständlich. Ein grenzüberschreitendes Projekt erhöht auch die Erfolgschancen. Bei den großen gemeinsamen Anstrengung in den letzten Monaten erwarten die GRÜNEN, dass dafür jetzt ein Weg gefunden wird.
Hintergrund:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen bekräftigten auf ihrem Landesparteitag im Juni die Notwendigkeit einer kraftvollen Bewerbung "Montanregion Erzgebirge" um das UNESCO-Welterbe auf allen politischen Ebenen Immer mehr Kommunen dies- und jenseits der Grenze erkennen die großen kulturellen und wirtschaftlichen Chancen des Welterbeprojektes für die Region. Seit Monaten warten die Partner in Karlovy Vary und Usti nad Labem auf die offizielle Einladung durch Dresden. Im Juni stellten sich die Kreistage im Erzgebirgskreis und Mittelsachsen verbindlich hinter das Projekt.

Pressemitteilung 2011-31 vom 8. Juli 2011
Grüne Sachsen News