Nachhaltigkeitsprojekt: Neubau der kath. Propsteikirche St. Trinitiatis Leipzig

Heute war die grüne Landessprecherin Claudia Maicher zum Gespräch über nachhaltiges und energieeffizientes Bauen im öffentlichen Raum beim Neubauprojekt der katholischen Propsteikirche in Leipzig.
Sie informierte sich über den Stand eines außergewöhnlichen Baus: wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte werden von Beginn des Projektes an zusammengedacht. Nicht erst in der Umsetzungsphase, sondern bereits in der Entwurfsphase sollten Architektur- und Nachhaltigkeitsqualität zusammenkommen. So wurden schon bei der Ausschreibung des Architekturwettbewerbs Nachhaltigkeitsziele und Nachhaltigkeitskriterien zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) formuliert und im Verfahren berücksichtigt.
Für die CO2-neutrale Energiegewinnung sind neben Photovoltaik und Solarthermie auf dem Kirchendach der mögliche Einsatz von Erdwärme oder Erdwärmespeicher in Planung. Auch ein eigenes Wasserpumpspeicherkraftwerk im Kirchenturm ist angedacht. Überschüssige selbst gewonnene Energie kann somit gespeichert und u.a. für den verkehrslärmmindernden Wasservorhang zum Gemeindeinnenhof genutzt werden.
Neben Energieeffizienz und dem Einsatz von Erneuerbaren Energien sind auch nachhaltige Architektur, Baustoffe aus der Region und konsequente Planung der Lebenszyklen der verwendeten Stoffe sowie die Flächeneffizienz und ressourcenschonendes Bauen entscheidende Kriterien für den Bauherren.
Nachhaltigkeit wird hier nicht als additiver Zusatz gedacht, sondern ist ganzheitliche Grundlage des Neubaus eines öffentlichen Gebäudes – so wird Zukunft gebaut.
Grüne Sachsen News