Windkraft im Erzgebirge – GRÜNE: Region soll stärker profitieren

„Errichtung von Anlagen in sensiblen Landschaftsbereichen ist weder notwendig noch wünschenswert“
Der Windenergieausbau hat große Potentiale. Unternehmen und Energiekonzerne drängen zum Ausbau in den Höhenlagen des Erzgebirges. Dies führt zu Konflikten mit Bevölkerung und Natur. Die GRÜNEN fordern deshalb bessere Beteiligung der Gemeinden bei Planung und Erträgen sowie Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Landesparteitag am Wochenende.

Bessere Bürgerbeteiligung
Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender der GRÜNEN: „Wir wollen, dass mit den  Bürgerinnen und Bürgern die besten Lösungen gesucht werden und nicht gegen sie. Bereits in der Phase der Bedarfsfeststellung neuer Windenergieanlagen müssen Anwohner und Gemeinden beteiligt werden. Sie müssen die Prüfung von Standortalternativen verbindlich durchsetzen können.“

Regionen profitieren
Von der Energiewende sollen zukünftig auch weniger die Energiekonzerne, sondern stärker die Regionen profitieren. Zschocke: „Hier liegen große Chancen neuer Wertschöpfung für die Erzgebirgsgemeinden, den Mittelstand oder die Stadtwerke. Auch Bürgerinnen und Bürger können gemeinsam Windkraftanlagen betreiben.“

Taburäume für sensible Landschaftsbereiche
Die GRÜNEN fordern klare Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz: „Auch im Erzgebirge müssen Vorrangflächen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden. Die Errichtung von Anlagen in sensiblen Landschaftsbereichen ist weder notwendig noch wünschenswert. Denn schon auf nur 2 Prozent der gesamten Landesfläche könnte bereits mehr als 100 Prozent des aktuellen Stromverbrauches mit Windkraft erzeugt werden. Zudem können viele der vorhandenen kleinen Windräder durch wenige, höhere und leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden.“, so Zschocke abschließend.
Beschluss des GRÜNEN-Landesparteitages im Wortlaut
Grüne Sachsen News