Sedimentberäumung der Talsperre Klingenberg beginnt

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat in dieser Woche an der Talsperre Klingenberg mit dem Abtransport der Sedimente begonnen. Im August und September werden rund sechzig LKW am Tag in Obercunnersdorf aus dem Stauraum und über Feld- und Waldwege zur Staatsstraße S190 fahren. Die Dauer der Arbeiten könnte sich jedoch witterungsbedingt verlängern. Da sich die Talsperre Klingenberg in einem Vogelschutzgebiet befindet, wurde erst nach der Brut- und Aufzucht der Jungvögel mit der Beräumung und dem Transport begonnen. Insgesamt kostet die Sedimentberäumung in Klingenberg etwa drei Millionen Euro.

Bei der Beräumung werden rund 60.000 Tonnen Sedimente aus der Talsperre transportiert. Diese wurden in den letzten hundert Jahren bei starkem Regen und während der Schneeschmelze in den Stauraum gespült und setzten sich am Boden ab. Bei dem geborgenen Schlamm ist der Gehalt bestimmter Elemente erhöht, die für das Osterzgebirge typisch sind. Deshalb muss er auf einer Deponie verwertet werden. Als Deponiestandorte stehen Dresden-Lockwitz und Grumbach zur Verfügung. Auf welcher Deponie die Sedimente verwertet werden, hängt von den jeweiligen Analysewerten ab.

Um die Sedimentberäumung durchführen zu können, musste zunächst eine Zufahrt zum Staubecken hergestellt werden. Der Weg wurde auf einer Breite von vier Metern mit einer Schotter- und Asphaltschicht befestigt. Dafür mussten am Wegrand einige Fichten gefällt werden. Gleichzeitig wurden im Stauraum der Talsperre Baustraßen errichtet sowie die Sedimente zusammengeschoben und entwässert.

Die Sanierung der Talsperre Klingenberg begann 2006 mit dem Bau des Umleitungsstollens und der Vorsperre. Die Sanierung der Hauptsperre soll im Jahr 2012 abgeschlossen werden.

Medienservice Sachsen
Quelle: Mediaservice-Sachsen