Verkehrspolizei und Zoll ziehen litauischen Mängel-Reisebus aus dem Verkehr

BAB 4, Ludwigsdorf, Grenzübergangsstelle
09.08.2011
Beamte des Fachdienstes „Verkehr“ der Direktion sowie Bedienstete des Zolls haben gestern Vormittag an der Grenzübergangsstelle Ludwigsdorf einen litauischen Reisebus, der u. a. mit 67 Jugendlichen und einem Betreuer besetzt war, kontrolliert.

Die Reisegruppe war auf dem Weg nach Spanien. Was die Ordnungshüter allerdings vorfanden, waren erhebliche technische Mängel am Gefährt – Lebensgefahr für die Fahrgäste konnte nicht ausgeschlossen werden. Nicht nur, dass die Karosse sowie tragende Teile im unteren Bereich des Busses durchgerostet und an mehreren Stellen bereits durchgebrochen waren, auch die Bremsen an dem dreiachsigen Fahrzeug (Gesamtgewicht: 22.550 Kilo) hatten fast keine Wirkung mehr.

Elektrische Kabel im Tankbereich lagen unisoliert frei, wurden mit einem Gummistück hochgehalten, was eine erhebliche Brandgefahr bedeutete.

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Die Batterie-Halterungen waren durchgerostet und morsch . . . usw. Ein Sachverständiger deklarierte den Reisebus in seinem Drei-Seiten-Mängel-Bericht als „verkehrsunsicher“. Dem Bus-Fahrer wurde sogleich die Weiterfahrt untersagt, das Fahrzeug sichergestellt. Die Reisenden wurden glücklicherweise von einer kirchlichen Einrichtung aufgenommen, werden dort so lange betreut, bis ein Ersatzbus aus Litauen die Gruppe abholt und dann nach Madrid bringt. (pd)