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Landeskirche: Kirchliche Werke sind umgezogen und haben neue Anschriften.
Von einem zum anderen (v. l. oben): Barlachstraße 3, Kreuzstraße 7, Tauscherstraße 44, Rampische Straße 29. Um diese Dresdner Häuser drehte sich das Umzugskarussell der vergangenen Monate. (Fotos: Chistine Reuther (3), Steffen Giersch)

Es war ein Sommer der Umzüge. Nun hat auch die Kirchliche Frauenarbeit ihre Kisten gepackt, um ins neue Domizil zu wechseln.

Es herrscht Abschiedsstimmung in der 5. Etage der Kreuzstraße 7 in Dresden. Es gibt Sekt und Schnittchen, kleine Geschenke und aufmunternde Worte: Die Kirchliche Frauenarbeit muss aus ihrem langjährigen Domizil ausziehen. Viele Gäste, Kollegen sowie Mitarbeiter von Dienststellen aus dem Haus sind gekommen, um Lebewohl zu sagen.

Am 20. August kommt der Umzugswagen und bringt die gepackten Kisten in die Tauscherstraße. Ab 28. August sind Frauenarbeit und Müttergenesung dann dort wieder zu erreichen

»Wir wussten nicht, wann unsere Zeit hier zu Ende ist«, sagt Frauenpfarrerin Antje Hinze vor den Abschiedsgästen. Doch dann sei der Beschluss des Landeskirchenamts ganz plötzlich gekommen, dass sie mit der Evangelischen Erwachsenenbildung zusammenziehen sollen in die frei gewordene Bischofsvilla auf der Tauscherstraße.

»Wir werden nicht einfach so umziehen, sondern mit Protest«, so Pfarrerin Hinze in ihrer Abschiedsrede im Treppenhaus des Hauses Kreuzstraße 7. Sie hatte auch gleich dafür die Internationale umgedichtet, um ihrem Herzen Luft zu machen – und alle sangen mit: »Leute hört die Signale, dieses ist uns nicht recht«.

Das letzte halbe Jahr bis zum Umzug sei sehr schwer auszuhalten gewesen, so Hinze. Denn von den Umzugsvorhaben waren alle betroffenen Werke gleichermaßen überrascht, hatten immer wieder die fehlende Einbeziehung in die strukturellen Überlegungen beklagt.

Nun werden die Frauen von den Mitarbeitern der Erwachsenenbildung im neuen gemeinsamen Gebäude erwartet. »Wir freuen uns, dass ihr zu uns kommt«, sagte Pfarrer Karl-Heinz Maischner den Ausziehenden. Denn in einem sind sich beide Werke einig: Dass es sinnvoll ist, unter einem Dach zu arbeiten – aber dass es enttäuschend ist, wie mit ihnen im Vorfeld umgegangen wurde.

Der Umzug der Frauenarbeit ist Teil eines Umzugskarussells, das sich in den vergangenen Monaten heftig drehte: Nachdem der Landesbischof in seine neue Kanzlei auf der Rampischen Straße 29 gezogen war, kam in die dann leere Villa als erste die Erwachsenenbildung. Die Frauenarbeit folgt nun. Männerarbeit und Familienarbeit (eaf) müssen sich später auch noch mit auf die zwei Etagen des Hauses verteilen.

In den frei gewordenen Räumen der Erwachsenenbildung auf der Barlachstraße arbeiten jetzt der Rundfunk-, der Weltanschauungs– und der Friedensbeauftragte. Sie hatten ihre Büros zuvor unterm Dach des Landesjugendpfarramtes auf der Caspar-David-Friedrich-Straße, quasi über die Straße. Dort arbeiten jetzt die Mitarbeiter der Zentralstelle für Mitgliederverwaltung.

Diese Dienststelle sollte aus dem Landeskirchenamt aus- und eigentlich in die Barlachstraße einziehen. Doch die dortigen Räume waren dafür nicht geeignet. Die nötige Sicherheitstechnik für den Schutz der sensiblen Daten war dort nicht zu gewährleisten.

Für die Räume der Frauenarbeit in der Kreuzstraße gibt es noch keine Nachmieter. Dieses Problem muss nun die Landeskirchliche Kreditgenossenschaft als Hauseigentümerin lösen.

Christine Reuther

Neue Anschriften

  • Bischofskanzlei: Rampische Straße 29 in 01067 Dresden, Telefon (0351) 3105724.
  • Evangelische Erwachsenenbildung – Landesstelle, Tauscherstraße 44 in 01277 Dresden, Telefon (0351) 6561540.
  • Kirchliche Frauenarbeit: Tauscherstraße 44 in 01277 Dresden, Telefon (0351) 65615431.
  • Rundfunkbeauftragter Andreas Beuchel: Telefon (0351) 64756480;
  • Weltanschauungs- und Sektenbeauftragter Harald Lamprecht: Telefon (0351) 64756485;
  • Friedensbeauftragter Johannes Neudeck: Telefon (0351) 64756483;

    alle drei Büros befinden sich jetzt in der Barlachstraße 3, 01219 Dresden.

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