Ein Abglanz der Herrlichkeit Gottes

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Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5, Verse 8 und 9

Das ist eine starke Aufforderung, als Kind des Lichts zu leben! Und mir fallen sofort die Gedichtzeilen von Marianne Williamson ein, die Nelson Mandela in seiner Antrittsrede zitierte: »Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind, unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind. Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.« Offenbar scheint das nicht so einfach zu sein, lichtvoll zu sein, mein Umfeld zu erhellen, klarer und verständlicher zu werden.

Wie wäre das für meine Mitmenschen, wenn ich gütig, gerecht und wahrhaftig bin?

Die Güte kann ich mir gut vorstellen. Schließlich ist es angenehm, wenn auf meine Schwächen statt eines Vorwurfs warmherzig reagiert wird.

Und mit der Gerechtigkeit?

Damit ist es irgendwie schwieriger. Da schwingt viel Willkür mit, weil die Maßstäbe so verhandelbar sind.

Und die Wahrheit?

Wahrhaftige und unverstellte Menschen erfreuen mein Herz zutiefst. Wobei die Wahrheit nicht immer wohltuend ist, weil meine Erwartungen sich nicht erfüllen. Und selbst die Dinge beim Namen zu nennen, erfordert oftmals großen Mut.

Jetzt ist mir die Angst vor dem eigenen Licht fassbarer geworden und auch, warum ich so eindringlich darum gebeten werde, als Kind des Lichts zu leben.

Es heißt in dem Gedicht weiter »Wir sind alle bestimmt zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.«

Das ist eine wunderschöne Vorstellung, mit kindlicher Unbeschwertheit meinen Alltag zu leben und die Herausforderungen spielerisch anzugehen. Tanzend und voller Freude zu sein. Nun, dann lasst uns unsere Funken versprühen!

Dietje Lumpe

⇒ DER SONNTAG [Sachsen]