Atomenergie – Renaissance oder Talfahrt?

Die ganze Welt baut Atomkraftwerke – stimmt das überhaupt? Keineswegs. Die Metapher der «Renaissance der Atomkraft » ist, seit US-Präsident Reagan 1981 diese Parole ausgab, nichts weiter als ein ideologischer Kampfbegriff. Die Fakten beweisen das Gegenteil, denn in den westlichen Industrieländern muss man eher von einer Talfahrt der Atomkraft reden, die sich durch den Super-GAU in Fukushima noch beschleunigt hat.

Im Folgenden werden Stand und Perspektiven der zivilen Atomkraftwerke beschrieben und die marginale Rolle des Atomstroms für die globale Energieversorgung verdeutlicht. Selbst in Frankreich, das mit einem Anteil von fast 80 Prozent Atomstrom an der Stromerzeugung Spitzenreiter in der Welt ist, müssen rund 85 Prozent des Endenergieverbrauchs von anderen Energiequellen abgedeckt werden.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig. Die Atomindustrie hat seit Jahrzehnten mit schweren Problemen zu kämpfen: Fehlende Fertigungskapazitäten, Mangel an Fachpersonal, ständig steigende Investitions- und Betriebkosten und für den Atommüll keine Lösung in Aussicht. Weil die Atomtechnik von Anbeginn an auch eine militärische Seite hat, kommt die Proliferationsproblematik noch hinzu. Kein Wunder also, dass in immer mehr Ländern der Welt die Mehrheit der Bevölkerung gegen Atomkraftwerke ist.

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Das Thema ist auch Gegenstand der Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Reihe «Politik aktuell» am 22.9.2011 in Berlin: Atomausstieg. Welche Alternativen kann die Linke bieten?

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