Mathias Kretschmer: Hausaufgaben vom Papst – AEK-Sachsen

Mathias Kretschmer, Sprecher des Arbeitskreis Engagierter Katholiken (AEK) in Sachsen:

Mathias Kretschmer, Sprecher des Arbeitskreis Engagierter Katholiken (AEK) in Sachsen:

Leisnig. Wir durften einen Papstbesuch mit leisen Tönen aber einer klaren Linie erleben – ein wahrer Genuss. Dabei bekamen alle Politiker, aber auch wir Christen, Hausaufgaben auf. Christliche Politik basiert auf der Besinnung, dem Bekenntnis und der Vernunft jedes Einzelnen nicht auf Machtpolitische Strategien. Besonders gilt dies für die CDU. Wir machen viele Kompromisse, dass wir gar nicht mehr wissen was das eigentliche Thema war und warum uns jemand wählen sollte. Wenn wir es besser machen wollen, dann müssen wir erst in unserem Haus die „Fenster aufreißen‟ bevor wir anderswo welche einbauen.

Für den Bundestag bedeutet dies, im Besonderen bei der Finanzkrise, aber auch bei anderen substanziellen Entscheidungen für unser Volk, diese gemeinsam zu treffen und sich nicht parteitaktische und gegenseitige Grabenkämpfe zu liefern oder mit genereller Ablehnung zu reagieren. Jeder Abgeordnete sollte bei seiner Entscheidung sein Gewissen befragen und danach handeln. Respektvolles Umgehen, Zuhören und die Achtung vor einander sollten dem Handeln voraus gehen. Wenn Abgeordnete bei der Papst-Rede nicht vor Ort sind oder den Plenarsaal verlassen, wollen diese Ignoranten ihr Feindbild bewahren.

“Was uns verbindet ist der Glaube” sagte der Papst. Viele Gemeinden haben sich eingemauert auf beiden Seiten. Die Ökumene soll die Tür in dieser Mauer sein, aber sie braucht dringend mehr als nur Öl, sondern auch engagierte Christen, die sie immer wieder öffnen, um über das Verbindende zu sprechen. So gestalten wir eine Zukunft im gemeinsamen Glauben. Der Gottesdienst als Show, mit Fans und als Theaterstück, erschreckt und vertreibt viele Gläubige. Für uns Christen bedeutet dies, selbst mit zu tun, um Vorurteile ab zu bauen.

Der AEK ist somit auf dem richtigen Weg und in der richtigen Zeit unterwegs. Wir haben schon mit den Hausaufgaben angefangen. An unseren grundsätzlichen Zielen arbeiten wir genauso engagiert und konzentriert, wie an sachlichen Änderungsvorschlägen. Mit vielen Gesprächen über christlich politisches Handeln, Glaube und Bekenntnis erreichen wir Menschen die bereit sind mit uns zu gehen um Türen auf zu machen.

Die frohe Botschaft führt uns im Glauben. Über den Materialismus, Machterhalt, Pseudowohlstand und vor allem am Nichtstun aus Egoismus vergessen wir uns selbst als Schöpfung und die Bewahrung der Schöpfung an sich. Danke Heiliger Vater für die vielen Denkanstöße.

Quelle: AEK-Sachsen, Mathias Kretschmer


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