Ermittlungsgruppe „Glas“ ermittelt zwei Tatverdächtige

(As) Die EG „Glas“ nahm am 23. August 2011 ihre Arbeit auf, um eine Reihe von Sachbeschädigungen an Scheiben von Gebäuden, Wartehäuschen und Fahrzeugen aufzuklären. Diese wurden seit dem 17. August 2011 in den Revierbereichen Mittweida, Flöha und Freiberg angezeigt.

Jetzt konnten die Beamten zwei Männer im Alter von 19 und 21 Jahren aus dem Landkreis Mittelsachsen ermitteln, die im Verdacht stehen, für zwei derartige Straftaten in Frankenberg verantwortlich zu sein. Zum einen sollen sie Scheiben eines Blumengeschäfts an der Äußeren Freiberger Straße beschädigt haben, was am Morgen des 17. August 2011 festgestellt wurde. Zum anderen kommen sie am 18. August 2011 als Tatverdächtige in Frage, die Scheiben eines Buswartehäuschens an der Hauboldstraße zerschossen zu haben. Die Reparaturkosten für diese beiden Sachbeschädigungen beliefen sich auf rund 4.000 Euro. An beiden Tatorten wurden kleine Stahlkugeln sichergestellt, die mit einer Luftdruckwaffe oder einer anderen zum Verschießen der Kugeln geeigneten Vorrichtung abgefeuert worden sind.
Mit richterlichem Beschluss durchsuchten Beamte der Ermittlungsgruppe am 18. Oktober 2011 die Wohnungen der zwei mutmaßlichen Täter. Dabei wurden drei Softairpistolen und zwei Stahlkugeln sichergestellt.

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Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand kommen die Softairpistolen nicht als Tatwaffen in Betracht. Die bei den Durchsuchungen sichergestellten Stahlkugeln hingegen sind augenscheinlich identisch mit den an den Tatorten sichergestellten Geschossen. Ob dies objektiv zu belegen ist, müssen die laufenden kriminaltechnischen Untersuchungen zeigen. Diese werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Untersucht wird auch eine Stahlkugel, die bei den Durchsuchungen am 18. Oktober 2011 in einem Pkw BMW gefunden wurde. Mit dem Fahrzeug waren die Tatverdächtigen im August 2011 mehrfach unterwegs. Nach den Durchsuchungen erfolgte noch am selben Tag die Vernehmung der beiden Männer. Sie schwiegen zu den ihnen vorgehaltenen oben genannten Sachbeschädigungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Arbeit der EG „Glas“, die derzeit ca. 40 Sachbeschädigungen mit einem geschätzten Schaden von 50.000 Euro bearbeitet, ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Deshalb bittet die Kriminalpolizei unter Tel. 0371/3872279 nochmals um Hinweise möglicher Zeugen. Wer hat Mitte August 2011 in den drei Revierbereichen Beobachtungen gemacht, die mit den Sachbeschädigungen zu tun haben könnten und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet?