Barrierefreiheit in der gesundheitlichen Versorgung ausweiten

Barrierefreie Zugang zu Gebäuden des Gesundheitsbereichs

Alle Menschen mit Behinderungen sollen einen barrierefreien Zugang zu den Gesundheitsdiensten haben. Hierzu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Maria Michalk:

MdB Maria Michalk aus der Lausitz

MdB Maria Michalk aus der Lausitz

Berlin. “Wir haben in Deutschland für die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Fünften Buch Sozialgesetzbuch eine eigenständige Regelung zur Barrierefreiheit. Den besonderen Belangen von Menschen mit Behinderungen ist damit Rechnung zu tragen.

Früherkennungsuntersuchungen, Zugang zu Rehabilitation, hochwertige Heil- und Hilfsmittel, gemeindenahe ambulante ärztliche und zahnärztliche Versorgung gehören dazu und werden ständig weiterentwickelt. Aber immer wieder wird kritisiert, dass der barrierefreie Zugang zu Gebäuden des Gesundheitsbereichs, beispielsweise Arztpraxen, noch nicht in ausreichendem Maße sichergestellt wird.

Die Stiftung Gesundheit sammelt dazu seit Jahren wertvolle Informationen. Die Barrierefreiheit wird bei allen Ärzten, allen Zahnärzten und allen Psychotherapeuten in der gesamten ambulanten ärztlichen Versorgung in Deutschland erhoben. 68.000 Ärzte bieten bisher in ihren Praxen Komponenten der Barrierefreiheit an. Das sind mehr als ein Viertel der praktizierenden Ärzte.

Das zeigt einerseits die Bereitschaft der Ärzte, sich für Barrierefreiheit einzusetzen, andererseits aber auch die Notwendigkeit zu mehr Bewusstsein für die Barrierefreiheit. Die Angaben der Stiftung Gesundheit sind ein wertvolles Element für die Versorgungsforschung in unserem Land. Wir begrüßen die damit verbundene Transparenz, die die Grundlage dafür ist, dass die barrierefreie medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen ausgebaut werden kann.”

Die Stiftung Gesundheit bildet über das Projekt “Barrierefreie Praxis” die Versorgungslandschaft flächendeckend und für jedermann zugänglich ab. Die Angaben zur Barrierefreiheit sind seit März 2010 abzurufen über www.arzt-auskunft.de.

Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion

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