Bauarbeiten an der Talsperre Döllnitzsee beendet

Mit der Bauabnahme sind heute (Donnerstag, 10. November 2011) die Bauarbeiten an der Talsperre Döllnitzsee (bei Wermsdorf, Lkr. Nordsachsen) offiziell zu Ende gegangen. Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hatte seit Juli 2009 die Betriebseinrichtungen auf den neusten Stand der Technik gebracht. Damit konnte die Anlagensicherheit der Talsperre erhöht werden. Außerdem wurde der Hochwasserrückhalteraum um 500.000 Kubikmeter vergrößert. Diese Maßnahmen sind Teil des Hochwasserschutzkonzeptes für die Döllnitz. Dafür investierte der Freistaat Sachsen rund acht Millionen Euro. Das Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Der Hauptdamm der Talsperre wurde durch den Einbau von Wellenumlenkern auf der Dammkrone um fünfzig Zentimeter erhöht. Die Steinschüttung auf der Wasserseite des Dammes wurde erneuert. Der Döllnitzsee erhielt neue Betriebseinrichtungen wie unter anderem Grundablässe und Betriebsauslässe einschließlich Schieberkammer, Toskammer und Ablaufgerinne. Außerdem wurden ein neues Betriebsgebäude gebaut und moderne Mess-, Kontroll- und Regeltechnik installiert. Die Hochwasserentlastungsanlage mit Tosbecken und Ablaufgerinne in die Döllnitz wurden ebenso saniert wie der gesamte Stahlwasserbau und die Maschinentechnik der Betriebseinrichtungen.

Im Zuge der Bauarbeiten an der Hauptsperre wurde der Schutzdamm um Reckwitz erhöht. Dafür wurde auf der Wasserseite eine Spundwand eingebaut, die bis zu einem Meter über die Dammkrone ragt.

Die Talsperre Döllnitzsee ist mit ihrer Vorsperre das Herzstück der Wermsdorfer Teiche. Weiterhin gehören der Horstsee und der Göttwitzsee zu dem System. Der Göttwitzsee soll ab dem nächsten Jahr umfassend saniert werden.

Medienservice Sachsen
Quelle: Mediaservice-Sachsen