Feist: Exzellenz durch Qualität wissenschaftlicher Arbeiten

Fachleute stellen klar: Promotionen dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden.

“Nach all den erhitzten und teilweise irreführenden öffentlichen Diskussionen zum Stellenwert von Promotionen, die vor allem im Kielwasser diverser Plagiatsfälle geführt worden sind, tut es gut, das Thema vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen”, so der CDU-Bildungsexperte Dr. Thomas Feist. Anlässlich des öffentlichen Fachgesprächs zum Thema “Qualität wissenschaftlicher Arbeiten” vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages am 9.11.2011 erklärt der Leipziger Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist:

CDU-Bildungsexperte Dr. Thomas Feist aus Leipzig

CDU-Bildungsexperte Dr. Thomas Feist aus Leipzig

Berlin. “Denn oftmals wurde der Ruf nach neuen Gesetzen laut, die an der tatsächlichen Realität vorbeigehen. Auch die dem öffentlichen Fachgespräch zugrunde liegenden Anträge von SPD und Bündnis 90/Grüne zur Verbesserung wissenschaftlicher Qualität folgen diesem Irrweg.”

So stellten die Experten übereinstimmend fest, dass es bereits ausreichende rechtliche Rahmenbedingungen gibt. Wenn überhaupt, so sollten allenfalls landesrechtliche Bestimmungen nochmals auf den Prüfstand gestellt werden, um eine Verbesserung dienstrechtlicher Sanktionsmöglichkeiten zu erreichen.

„Der Bund kann und darf hier nicht hineinregieren”, stellt Feist klar, „vor allem, weil für mich die Autonomie der Hochschulen, die sich aus der grundgesetzlich verbrieften Freiheit von Forschung und Lehre ergibt, einen unaufgebbaren Wert an sich darstellt.

Man kann das Statement der als Expertin geladenen Prof. Weber-Wulff, dass der Hauptgrund für Promotionen persönliche Eitelkeit der Promovenden wäre, durchaus kritisch-kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen. Dass jede Universität schon aus Gründen der Sicherstellung ihrer wissenschaftlichen Exzellenz gut beraten ist, Promovenden bestmöglich zu betreuen und anzuleiten, steht dagegen für mich außer Frage”, sagte Dr. Feist abschließend.

Quelle: MdB Dr. Thomas Feist

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