Geplante Mittelkürzung des Bundes trifft sächsische Projekte der Jugendberufshilfe hart

„Für 19 sächsische Kompetenzagenturen und Schulverweigerungsprojekte an insgesamt 26 Standorten in Sachsen und Ihre Kolleg_innen in 400 Projekten bundesweit, sowie für tausende Jugendliche war der vergangene Freitag ein schwarzer Tag“, so Michael Leutert, Sprecher der sächsischen Bundestagsabgeordneten DIE LINKE.

Das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlichte am 11.3.2011 die neuen Förderleitlinien für die Programme „Kompetenzagenturen“ und „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ der Initiative JUGEND STÄRKEN und gibt darin drastische Mittelkürzung für die Projekte der Jugendberufshilfe vor Ort bekannt.

Bisher stellte der Bund 65 Prozent der Projektmittel aus dem Europäischen Sozialfonds bereit. 35 Prozent der Ko-Finanzierung wurde über die Jobcenter (SGB II/ III) und Kommunen getragen. Die Möglichkeit der Förderung aus SGB II und III Mitteln soll für die geförderten Jugendberufshilfeprojekte laut der neuen Richtlinie zum Jahresende auslaufen. In der Regel sind dies in Sachsen 20 Prozent der Projektmittel, die nun als zusätzliche Belastung auf die Kommunen und Landkreise zukommen.

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Michael Leutert, kritisiert: „Nach dem die sächsische Landesregierung den Doppelhaushalt 2011/2012 im Dezember mit massiven Kürzungen auch im Jugendetat beschlossen hat, werden die chronisch klammen Kommunen das nunmehr vom Bund aufgerissen Loch im Bereich der Jugendberufshilfe nicht stopfen können“, so Leutert.

Leutert weiter, „Die Bundesjugendministerin Schröder führt mit den bekannt gewordenen Kürzungen im Bereich der Jugendberufshilfe die selbstgesteckten Ziele der Jugend-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik ad absurdum. In Sachsen sind von den Kürzungen insgesamt 26 Standorte betroffen. Die Projektträger haben bisher keine Antwort erhalten, wie sie ihre Angebote für die ‚besonders benachteiligten Jugendlichen‘, die sie auf ihrem Weg in einen berufliche Zukunft begleiten, zukünftig finanzieren sollen. Auf der Strecke bleiben werden tausende hilfebedürftige junge Menschen auch in Sachsen.“
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