Talsperre Neunzehnhain I hat neue Mess- und Regeltechnik

Die derzeitige Sanierung der Talsperre Neunzehnhain I (Erzgebirgskreis) wurde heute (Dienstag, 29.11.2011) endgültig abgeschlossen. Damit ist nun auch die neue Mess- und Regeltechnik installiert, Restarbeiten beendet und Mängel beseitigt. Die bauliche Fertigstellung war bereits Ende des vergangenen Jahres geschehen. Die Sanierung Betriebseinrichtungen der Talsperre kostete zirka 2,8 Millionen Euro.

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hatte im Jahr 2009 mit den Bauarbeiten begonnen. Seitdem wurden die Betriebseinrichtungen sowie die technische Ausstattung der Talsperre erneuert. Diese Einrichtungen entsprachen größtenteils dem Original aus dem Jahr 1908. Außerdem wurde ein neues Betriebsgebäude gebaut, das als Zugang zum Schieberschacht dient. Das Schachtbauwerk zu Beginn der 13 Kilometer langen Überleitung zur Talsperre Einsiedel wurde ebenfalls saniert und die Betriebseinrichtungen erneuert. Nach der Entkrautung des Stauraumes und die Wiederherstellung der Außenanlagen im vergangenen Herbst wurde seit Beginn des Jahres die neue Mess- und Regeltechnik eingebaut und programmiert.

Die 150 Meter lange Bruchsteinmauer war nicht Teil des Sanierungsprojektes und wird zu einem späteren Zeitpunkt erneuert. Jedoch wurde der Stauspiegel um etwa einen halben Meter abgesenkt, um die Standsicherheit der Mauer bis zur Sanierung zu gewährleisten.

Die Talsperre Neunzehnhain I wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut, um die aufstrebende Industriestadt Chemnitz mit Trinkwasser zu versorgen. Schon bald konnte sie den Bedarf nicht mehr decken, so dass sie wenige Jahre später eine größere Schwester bekam – die Talsperre Neunzehnhain II. Heute ist die Talsperre Neunzehnhain I Teil des Verbundsystems „Mittleres Erzgebirge“, zu dem auch die Talsperren Neunzehnhain II, Saidenbach und Einsiedel gehören.

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Quelle: Mediaservice-Sachsen