Weltaidstag: Für Solidarität und gegen Ausgrenzung

Dresden. Anlässlich des internationalen Weltaidstag am 1. Dezember ruft Claudia Maicher, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Solidarität und gegen Ausgrenzung von HIV-Infizierten im Alltag auf.
"Obwohl Vereine und Initiativen seit Jahren sehr gute Aufklärungsarbeit leisten, trauen sich nur wenige Menschen ihre Infektion am Arbeitsplatz und im Alltag offen zu legen. Immer noch müssen sie mit Diskriminierungen rechnen. Ein selbstbewusstes Leben ohne Isolation ist möglich, wenn alle offen und unvoreingenommen den Betroffenen begegnen.", so die Landesvorsitzende.

Auch 30 Jahre nach Entdeckung des HI-Virus gab es in Sachsen 2011 laut Schätzungen des Robert Koch Instituts 90 Neuinfektionen. Allein in Sachsen starben im vergangenen Jahr 10 Menschen an ihrer Aidserkrankung. Seit Beginn der Epidemie gab es in Sachsen 140 Todesfälle.
"Zwar steigen die Neuinfektionen weniger stark als im Vorjahr, das ist aber kein Grund zur Sorglosigkeit. Aidsprävention und Bildungsarbeit zum Thema bleiben wichtig und müssen besser unterstützt und Beratungsmöglichkeiten dauerhaft erhalten werden.", fordert Maicher.

Trotz Medikamenten und moderner Therapien und Forschung bleibe AIDS eine gefährliche Krankheit, die weltweit nicht besiegt ist. Die GRÜNEN-Landesvorsitzende mahnt daher auch, dass Deutschland sich im weltweiten Kampf gegen die Immunschwächekrankheit mehr engagieren müsse: "Bei der Bekämpfung von AIDS wird entscheidend sein, ob auch die Entwicklungsländer an diesem medizinischen Fortschritt teilhaben können."

"Weltweit leben immer mehr Menschen mit der tödlichen Erkrankung. Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass nur die Hälfte der Erkrankten weltweit Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten hat. Auch da ist unsere Solidarität gefragt.", so Maicher abschließend.

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Hintergrund:Informationen des Robert Koch Instituts zu AIDS und HIV in Sachsen 2011

Pressemitteilung 2011-50 vom 30.11.2011
Grüne Sachsen News