Bahnlärm im Elbtal reduzieren

Kontinuierliche Unterstützung für die Bürgerinitiative „Bahnemission Elbtal“ gibt es von den GRÜNEN aus dem Kreisverband Meißen. Im September, Oktober und November demonstrierte man gemeinsam gegen den drastisch angestiegenen Bahnlärm in Radebeul, Coswig, Niederau und Weinböhla. Bei jeder Veranstaltung mit dabei: politische Prominenz aus den Reihen der GRÜNEN, die dem Anliegen der BI Nachdruck verleihen soll. Bundespolitiker Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender des Bundestagsverkehrsausschusses und Stephan Kühn sowie Landespolitiker wie Antje Hermenau, Eva Jähnigen und Johannes Lichdi unterstützten die Aktiven vor Ort.
Die zu Diskussionen eingeladenen Politiker, darunter auch Geert Mackenroth, MdL von der CDU, sollten Stellung nehmen zu der Frage, wie das Lärmproblem kurz- und mittelfristig mit parlamentarischen Mitteln in den Griff zu bekommen ist. Als Maßnahmen zur Verringerung des Bahnlärms wurde von GRÜNER Seite u.a. eine Geschwindigkeitsbegrenzung für laute Züge gefordert, solange der Fuhrpark der Unternehmen noch nicht modernisiert sei. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung der Bahn im Gegensatz zur EU, noch zu viel Spielraum lasse. Eine entsprechende EU-Richtlinie sei bis heute nicht unterzeichnet.
Dass der Einsatz der Bürgerinitiative „Bahnemission Elbtal“ nicht umsonst ist, davon zeigt sich der Coswiger Stadtrat und Sprecher der GRÜNEN Coswig, Innocent Töpper, überzeugt. In der Regionalpresse würden zwar immer wieder Stimmen laut, dass die BI keine Erfolge vorzuweisen habe, aber Töpper wehrt sich gegen diese Sichtweise: „Meiner Meinung nach sollten alle Kritiker der BI … den Werdegang in Ruhe betrachten. Im Sommer dieses Jahres entstand die Initiative und stellte innerhalb kürzester Zeit die größte Demo in Coswig nach der Wende auf die Beine. Zu Gast waren dabei nicht nur hunderte Elbtalbewohner, sondern auch hochkarätige Spitzenpolitiker aus ganz Sachsen.“ Ein weiterer, sehr konkreter Erfolg ist, dass das Landesumweltamt nun Lärmmessungen durchführen wird. Diese Bestandsaufnahme erfolgt mit großer Wahrscheinlichkeit nur, weil die BI sich so hartnäckig dafür eingesetzt hat.
Bei der dritten Veranstaltung gegen den Bahnlärm in der Börse in Coswig stand Mitte November der Informations- und Gedankenaustausch im Mittelpunkt. Auf einer meterlangen Papierrolle sollten die Teilnehmer niederschreiben, welche Ideen sie haben, um dem Bahnlärm beizukommen. Horst Heiden, Sprecher der BI dazu: „Wir werden unsere Ziele nur erreichen, wenn wir weiterhin und dauerhaft die Unterstützung einer breiten Masse haben.“
Grüne Sachsen News