Auf Feststellung von Pyrotechnika folgen Durchsuchungen

Am 2. Dezember 2011, gegen 19.30 Uhr, kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf in Bad Muskau einen PKW VW mit Kennzeichen aus Halle/Saale, welcher mit fünf deutschen Staatsangehörigen besetzt war.

Und sie wurden fündig:
Im Kofferraum des Fahrzeugs entdeckten sie insgesamt 6.794 Stück nicht zugelassene pyrotechnische Erzeugnisse, u.a. sogenannte Böller, welche die fünf Personen zuvor in der Republik Polen erworben haben sollen. Die pyrotechnischen Erzeugnisse wurden sichergestellt.
Aufgrund dieses Aufgriffs erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Görlitz am 12. Dezember 2011 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz fünf Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Beschuldigten.

Am 20. Dezember 2011 durchsuchten Beamte der Bundespolizei die Wohnungen der fünf 19 bis 27 Jahre alten Männer im Raum Halle/Saale.
Sie beschlagnahmten mehr als 300 pyrotechnische Erzeugnisse sowie PC’s, Laptops und Mobiltelefone, welche nunmehr ausgewertet werden.
Es wird wegen Erwerbs und Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen ermittelt.
Dies ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bedroht.
Da zwei der Beschuldigten noch nicht 21 Jahre alt sind, kommt insoweit auch die Verhängung von Rechtsfolgen nach dem Jugendgerichtsgesetz in Betracht.