UNGEHORSAM! DISOBEDIENCE!

Niemand kann mehr sagen, dass sich kein Widerstand gegen die herrschende Krisenpolitik regt. Seit Anfang des Jahres sind «plötzlich» neue Kämpfe entstanden (vgl. Luxemburg 2/2011). Nicht einzuordnen in die üblichen Kategorien der politischen Wahrnehmung, getragen von «ganz normalen Leuten», scheinen sie unorganisiert. Vergangene Bewegungen und ihre Erfahrungen gehen in die neuen politischen Kämpfe ein; gleichzeitig markieren sie einen Bruch: Ihre Ziele und Artikulationsformen sind neu – sie re-organisieren.

Diese Ausgabe der Luxemburg sucht nach «transformativen» Konzepten von Organisation und Organisierung. Welche Ansätze gibt es in Deutschland, bei Gewerkschaften und im »community organizing«? Welche Konzepte und Ansätze gibt es, die Kluft zwischen Repräsentation und Aktivierung zu schließen?

Dezember 2011, VSA, 160 S., 10 Euro, ISBN 978-3-89965-859-0

Inhalt

Editorial

RE:ORGANISATION

  • Horst Kahrs: Mal wieder die Organisationsfrage stellen
  • Christina Kaindl und Rainer Rilling: Eine neue »gesellschaftliche Partei«?
  • Mimmo Porcaro: Linke Parteien in der fragmentierten Gesellschaft
  • Tasos Koronakis: Linkspartei auf dem Syntagma-Platz
  • David Cohen und Peter Martin: Sozialismus 3.0 in China
  • Marlene Streeruwitz: Gehen

RE:ORGANISIEREN

  • Bernd Riexinger: Neue Streikkultur
  • Jeffrey Raffo: Transformative Organizing im Betrieb?
  • Corinna Trogisch: Mit kämpfenden Frauen voran?
  • Ibrahima Thiam: Uns reicht’s! Proteste im Senegal
  • Amacodou Diouf: »Die Senegalesische Zivilgesellschaft muss Bündnisse mit den politischen Kräften schmieden« Ein Gespräch
  • Malte Daniljuk: Neue Bündnisse für Transformation in Chile
  • Nik Theodore: Bildung, Forschung, Organizing. Ein Gespräch
  • Ai-Jen Poo: Organizing with Love

OCCUPY

  • Judith Butler: Körper in Bewegung und die Politik der Straße
  • Richard D. Wolff und Jan Rehmann: Occupy Wall Street: Eindrücke und vorläufige Überlegungen
  • «We are the 99 Percent» – Bilder einer Bewegung
  • Ethan Young: Occupy Wall Street öffnet politische Räume für die US-Linke
  • Ingar Solty: Interregnum neuer Protestbewegungen.
  • Thesen zur politischen Artikulation der Krise
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  • «In der Krise» (1/2009)
  • «Umkämpfte Demokratie» (2/2009)
  • «Für ein linkes Mosaik» (1/2010)

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