Für Auslaufmodell Braunkohle dürfen Menschen nicht aus ihrer Heimat vertrieben werden

Wir rufen dazu auf, Einwendungen gegen die Erweiterung des Tagebaus Nochten zu schreiben.

Noch bis zum 20. Januar können Einwendungen gegen die Fortschreibung des Braunkohleplanes Tagebau Nochten schriftlich eingereicht werden.
Dazu erklären Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und Horst Schiermeyer, energiepolitischer Sprecher des Kreisverbands Görlitz:

„Wir sind überzeugt, die Braunkohle ist ein Auslaufmodell für die Lausitz. Für die Erschließung weiterer Tagebaufelder besteht keinerlei Erfordernis, die Vorräte der erschlossenen Tagebaue reichen noch
Jahrzehnte. Bis dahin hat sich die industrielle Monokultur Braunkohle erledigt. Braunkohle ist weder eine ‚Brückentechnologie‘, noch ein Partner der Erneuerbaren Energien. Wenn EU-weit ab 2013 mit dem CO2-Emissionshandel so genannte Verschmutzungsrechte am Markt erworben werden müssen, um klimaschädliche Gas in die Luft pusten zu können, wird die Braunkohle nach und nach ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Ein öffentliches Interesse für die Erweiterung des Tagesbaus Nochten ist daher nicht nachweisbar. Die Orte Rohne, Mulkwitz, Mühlrose und Teile des Dorfes Schleife, die Heimat von 1500 Menschen im sorbischen Siedlungsgebiet und wertvolle Wald- und Heidelandschaft dürfen nicht für die Dinosaurier-Technologie Braunkohle geopfert werden. 

Stattdessen sollten endlich die Chancen aus der beschlossenen Energiewende für den Strukturwandel der Lausitz genutzt werden. Die Erneuerbaren Energien hinterlassen keine Mondlandschaften, die mit Milliardenaufwand wieder rekultiviert werden müssen. Die Rutschungen in jüngster Vergangenheit haben gezeigt, dass "Ewigkeitskosten" bleiben, die kein Unternehmen trägt, sondern die Steuerzahler. Wir rufen daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, bis zum 20. Januar Einwendungen gegen die Fortschreibung des Braunkohleplanes Tagebau Nochten zu schreiben.

alle weiteren Informationen unter: GRÜNE Görlitz

Als Hilfestellungen dazu haben wir Ihnen eine Mustereinwendung angehängt. Die Mustereinwendung können Sie einfach ausdrucken und/oder weitere Forderungen ergänzen. Musterbrief (PDF) Grüne Sachsen News