Ausländische Betrüger – Warnmeldung der Polizei

„Geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ mal anders.
Bei der Kripo Meißen wurde ein Betrugsverfahren bearbeitet, welches dem Phänomen Nigeria-Banden bzw. Nigeria-Connection zuzuordnen ist. Demnach wurde über eine Internetplattform ein Pferd zum Verschenken angeboten. Lediglich ein Geldbetrag sollte für den Transport entrichtet werden. Als das Geld überwiesen war, wollte der Verkäufer plötzlich eine Kaution im vierstelligen Bereich zusätzlich. Hier wurde der Geschädigte stutzig und ging zu Polizei. Der Fall konnte entsprechend den geführten Ermittlungen nigerianischen Tätergruppen zugeordnet werden. Die gegen „Unbekannt“ geführten Ermittlungen wurden der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgelegt. Zum Tatmuster ist anzuführen, dass bereits seit 1987 bundesweit Privatpersonen und Firmen unaufgefordert in englischer und deutscher Sprache verfasste Schreiben zum Teil scheinbar aus überwiegend afrikanischen Staaten erhalten, in denen sie zu Geschäftsbeziehungen besonderer Art aufgefordert werden. Im Wandel der Zeit wurden durch die Täter natürlich auch die neuen Medien erschlossen. Ein deutlicher Beleg ist dieses Verfahren. Die vorgespiegelten Rahmenbedingungen ändern sich also stetig, das Ziel bleibt bestehen. Es geht nur darum, Geld von gutgläubigen Firmen oder Privatpersonen zu erlangen, denen suggeriert wird, dass sie leicht an einen unverhofften Geldsegen kommen können. Im aktuellen Fall war es ein geschenktes Pferd. Über die Jahre wurden die Betrügereien jedoch auch in anderen „Geschichten“ verpackt. Mal ist es der Anteil an einer Erbschaft für die Bereitstellung des Bankkontos, in anderen Fällen ist es die Vorauszahlung der Überführung für ein Autoschnäppchen. Die Betrüger sind geschickt darin, Authentizität für ihr Angebot zu erzeugen. Dabei bietet die vorhandene Medienvielfalt die
entsprechenden Möglichkeiten. Die Aufklärungschancen sind in derartigen Fällen eher gering, da die Täter bequem aus den westafrikanischen Staaten operieren und jede Möglichkeit nutzen, ihre Identität zu verschleiern. Es ist nicht zu erwarten, dass der Täterkreis aufgibt, auf verschiedenen Wegen nach Opfern für Betrügereien zu suchen. Über die Jahre blieb eines gleich, das investierte Geld war weg und die offerierten Sachen trafen nie bei den Geschädigten ein. Es hilft nur Wachsamkeit.
Die Polizei empfiehlt daher dringend, bei vermeintlichen Schnäppchen via Briefpost, E-Mail oder Internet sehr vorsichtig zu sein. Nehmen Sie Abstand von derartigen Angeboten. Kein Fremder hat etwas zu verschenken!!!