Reifen abgefahren, zu hoch, zu lang und mangelhafte Bereifung – Polizei zieht Zeitbombe aus dem Verkehr

BAB 4, Dresden – Görlitz Parkplatz Löbauer Wasser Süd, 01.03.2012, 13:15 Uhr
Gestern Mittag wurde eine Streifenbesatzung des Autobahn-polizeireviers Bautzen auf einen litauischen Lkw Volvo (Autotransporter) aufmerksam, der auf der BAB 4 in Richtung Görlitz fuhr und schon dem ersten Anschein nach nichts Gutes versprach. Der Lkw wurde auf den Parkplatz Löbauer Wasser Süd abgeleitet und dort einer intensiven Kontrolle unterzogen. An drei Reifen des Anhängers wurden schwere Mängel festgestellt: kein Profil und Auflösungserscheinungen der Ummantelung bis auf das Metallgewebe. Zudem hatte der 30-jährige Fahrer die Deichsel des Anhängers voll ausgezogen, damit die neun Autos als Ladung überhaupt Platz auf dem Anhänger finden konnten. So hatte er jedoch die maximal zulässige Fahrzeuglänge seines Gespanns überschritten. Damit jedoch noch nicht genug: auch die vorgeschriebene Ladungshöhe von maximal 4,00 m wurde samt Ladung deutlich überschritten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Lkw so in den Tunnel Königshainer Berge eingefahren, dort im Tunnel hängen geblieben wäre und seine Ladung verloren hätte, oder auch unterwegs einer der defekten Reifen geplatzt wäre. Bis zur Beseitigung aller Mängel wurde dem Fahrer die Weiterfahrt untersagt, auch wurde ein Bußgeldverfahren gegen den Fahrer eingeleitet. (tk)