Bad Lausick für Otterwisch langfristig die bessere Lösung

Das Sächsische Staatsministerium hat die Aufhebung der Verwaltungsgemeinschaft zwischen Otterwisch und Bad Lausick abgelehnt. Begründet wird dies im Wesentlichen dadurch, dass die Umstände die bei der Gemeindegebietsreform 1998 zur Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Bad Lausick führten, weiterhin bestehen. Es gebe hier keinen Grund von der gesetzliche Zuordnung abzuweichen, auch Meinungsverschiedenheiten rechtfertigten dies nicht.
Auch aus Sicht des Landkreises ist der beabsichtigte Zusammenschluss von Grimma und Otterwisch aus struktureller Sicht sehr kritisch zu betrachten. Während eine Eingliederung von Otterwisch nach Grimma das Grundzentrum Bad Lausick schwächen würde, besteht nach Einschätzung des Landratsamtes auf der anderen Seite kein Erweiterungsbedarf für Grimma. Grimma hat derzeit etwa 30.000 Einwohner, 65 Ortsteile, 13 Ortschaftsräte und eine Flächengröße von 217,56 km2. Mit Otterwisch kämen 2 weitere Ortsteile, ggf. 1 weiterer Ortschaftsrat, etwa 1 470 Einwohner und 22,74 km2 Fläche hinzu.
„Bad Lausick, Otterwisch und Steinbach bilden in der Gesamtheit ein leistungsfähiges Grundzentrum, diese Einheit ist wichtig für eine ausgewogene Gemeindestruktur“, so Landrat Dr. Gerhard Gey. Er plädiert dafür, die momentanen Meinungsverschiedenheiten und Befindlichkeiten zum Wohl der Bürger nach hinten zu stellen. Die derzeitige Struktur einer Verwaltungsgemeinschaft sei ohnehin nur eine Zwischenlösung, die von vorneherein mit Nachteilen verbunden sei. „Langfristig gesehen bietet die Orientierung nach Bad Lausick und die Bildung einer Einheitsgemeinde für Otterwisch die besseren Optionen.“