Urteil: Gentechnisch verunreinigtes Saatgut muss vernichtet werden

Leipzig. Zu dem heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zur Vernichtung von gentechnisch verunreinigtem Saatgut erklärt Claudia Maicher, unsere Landesvorsitzende:

"Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Damit wird das Handeln zuständiger Behörden gegen die ungenehmigte Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen gestärkt."

"Wir müssen den Anfängen wehren. Ist gentechnisch verunreinigtes Saatgut einmal freigesetzt, dann droht unkontrollierbare Verunreinigung von Kultur- und Blütenpflanzen. Das schadet auch den sächsischen Imkern. Wir wollen reinen Honig und eine bienenfreundliche Landwirtschaft ohne Gentechnik!", fordert Maicher.

"Die Nulltoleranz muss bleiben, weil jede Aufweichung bei Saatgut, Futtermitteln und Lebensmitteln langfristig eine 100 % gentechnikfreie Produktion de facto unmöglich machen würde.", ist Maicher überzeugt.

"Eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft, die jegliche Verunreinigung auf den Äckern und in der Herstellung vermeidet, schützt nicht nur die Artenvielfalt, sondern stärkt die nachhaltige Landwirtschaft. Das ist im Interesse aller Verbraucher.", so Maicher abschließend.

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Die GRÜNEN-Landesvorsitzende Claudia Maicher war heute bei einer gemeinsamen Kundgebung mit Umweltverbänden am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig vor Ort. Auf dem Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen am kommenden Wochenende wird ein Antrag zur Landwirtschaftspolitik behandelt. 

Pressemitteilung 2012-07 vom 29.02.2012
Grüne Sachsen News