Wer nicht hören kann …

BAB 4, Anschlussstelle Wilsdruff Richtung Chemnitz – Zeit: 22.03.2012, 09.15 Uhr
Beamte der Autobahnpolizei Oberlausitz – Niederschlesien kontrollierten heute Früh einen polnischen VW-Kleintransporter, der Fenster nach Frankfurt am Main bringen wollte. Das Fahrzeug war unverantwortlich überladen, weshalb der Fahrer die Auflage bekam, bei einer Firma in Ottendorf-Okrilla umzuladen. Doch gleich nachdem die Beamten den Rücken gedreht hatten, verschwand der Pole vom Firmenhof, ohne seine Ladung auch nur annähernd verringert zu haben. Er kam jedoch nicht allzu weit. An der Anschlussstelle Wilsdruff kontrollierte die LKW-Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oberes Elbtal – Osterzgebirge. Den Beamten fiel der tiefliegende VW sofort auf und auch hier musste der Fahrer den Transporter auf die Waage fahren. Fast 67 Prozent war dieser zu schwer. Nachdem der Fahrer schon bei der ersten Kontrolle 360 Euro Bußgeld als Sicherheitsleistung gezahlt hatte, war fast die gleiche Summe wieder fällig. Außerdem werden die LKW-Kontrolleure sicherstellen, dass der polnische Spediteur die Fenster umlädt. Eher werden sie das Auto nicht vom Polizeigelände weiterfahren lassen. Derart überladene Fahrzeuge stellen gerade auf Autobahnen ein unkalkulierbares Risiko dar, weil sie träge reagieren und sich der Bremsweg verlängert. Immerhin hatte der Pole auf den 3,5-Tonnen- Transporter fast 2,4 Tonnen zu viel geladen!