Morlok: Sachsen bereitet eigene Lösung vor

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Baden-Württemberg hatte die Federführung für eine 71 Mio. Euro Bürgschaft über ein KfW-Darlehen an die Anton Schlecker e. K zugesagt. Die dafür notwendige Prüfung wurde nun überraschend auf Mittwoch nächster Woche verschoben. Damit sinken die Chancen für die Einrichtung von Transfergesellschaften ganz erheblich. Der Insolvenzverwalter hatte beim Ländertreffen am gestrigen Donnerstag in Berlin erklärt, dass er spätestens heute Abend eine verbindliche Finanzierungszusage benötigt. Baden-Württemberg wollte dafür in Vorleistung gehen.

Sachsen bereitet sich intensiv für den Fall vor, dass die Einrichtung der Transfergesellschaften auf Grund der genannten Fristen scheitern könnte. „Wir nehmen die Situation sehr ernst“, so Staatsminister Sven Morlok (FDP). „Ich treffe mich am kommenden Dienstag mit Jutta Cordt, Chefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, und mit Eberhard Lucas, Hauptgeschäftsführer des sächsischen Handelsverbandes, um die Situation lösungsorientiert zu besprechen. Ich bin zuversichtlich, dass unsere gemeinsamen Möglichkeiten zu einem guten Ergebnis führen werden. Und das kann nur heißen: schnelle Vermittlung in neue Arbeit für die von Entlassung bedrohten Mitarbeiterinnen.“ Das habe für die Staatsregierung oberste Priorität.

Grundsätzlich stehen alle Instrumente der Bundesagentur für Arbeit und des Freistaates zur Verfügung. Der sächsische Arbeitsmarkt ist derzeit sehr aufnahmefähig. „Ich werde mit den Akteuren ausloten, wie wir die Instrumente schärfen können“, so Morlok. „Sachsen ist bereit, zusätzliche Projekte für Schulung und Vermittlung der Betroffenen zu finanzieren.“

Die Gesprächsteilnehmer stehen im Anschluss des Gesprächs für Pressefragen zur Verfügung: SMWA, Dienstag, 27.03.2012, 15:00 Uhr. Wir bitten um Anmeldung über presse@smwa.sachsen oder 0351 5648062.

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