Wettstreit um die besten Argumente

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Sachorientierte Wortgefechte, genaues Zuhören, präzise Nachfragen – im Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden debattierten am 2. April die Teilnehmer des Wettbewerbes Jugend debattiert. Vier Schüler konnten im Finale mit ihren Argumenten besonders überzeugen und werden Sachsen nun auf Bundesebene vertreten.

Debattiert wird nach klaren Regeln: Pro Debatte vier Schüler, eine Streitfrage, 24 Minuten Dauer. Der 15-jährige Nils Zippel vom Gymnasium in Coswig überzeugte bei der Frage „Sollen Sportvereine für das Fehlverhalten ihrer Fans nur bei Heimspielen bestraft werden?“, dem Thema für die Klassen 8 bis 10. Er argumentierte eindrucksvoll dagegen. Der 15-jährige Enrico Michael vom Martin-Andersen-Nexo-Gymnasium in Dresden konnte bei der Frage „Soll die NPD verboten werden?“ den Landeswettbewerb der Jahrgangsstufen 11 bis 13 für sich entscheiden. Er trat überzeugend gegen ein Verbot ein.

Rund 4.900 Schülerinnen und Schüler in 22 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr in Sachsen an Jugend debattiert beteiligt. Die beiden Debattensieger und die jeweils Zweitplatzierten Isabelle Dietrich vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Taucha und Julian Bitzmann vom Landesgymnasium St. Afra in Meißen vertreten Sachsen nun beim Bundeswettbewerb Jugend debattiert in Berlin. Eine fachkundige Jury hat die Debatten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet und die Sieger bestimmt. Als Preis für ihren heutigen Erfolg erhalten alle vier Sieger ein fünftägiges professionelles Rhetorik-Training, das sie gemeinsam mit den Siegern der anderen Länder auf die Bundesebene vorbereitet. Beim Bundesfinale am 23. Juni 2012 werden sich die besten Debattanten aus ganz Deutschland gegenüber stehen.

Jugend debattiert ist in Sachsen ein fester Bestandteil im Schulsystem. Brunhild Kurth, Sächsische Kultusministerin, erklärte: „Bei Jugend debattiert setzen sich die Schüler mit aktuellen politischen Themen auseinander. Gleichzeitig lernen sie, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich mit anderen Argumenten auseinanderzusetzen. Mit Jugend debattiert wird Demokratie in der Schule lebendig.“

„Mit Jugend debattiert wollen wir Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte zu demokratischem Handeln motivieren. Dabei kommt es uns auf das individuelle, selbstverantwortliche Lernen ebenso an, wie auf die Bildung der Gemeinschaft in der das Lernen geschieht. Das Debattieren verstehen wir als Modell – für kompetenzorientiertes Lernen, fairen Wettbewerb, politische Willensbildung und die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen“, sind sich die beteiligten Stiftungen einig.

Weitere Infos unter www.jugend-debattiert.de

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