Sächsische FDP muss klarstellen, dass bei ihr für menschenverachtende Äußerungen kein Platz ist

Bad Lausick/Dresden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen sind erschüttert über die menschfeindliche E-Mail einer FDP-Stadträtin aus Bad Lausick an den Parlamentarischen Geschäftsführer der GRÜNEN im Bundestag Volker Beck. Nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung bedrohte die Stadträtin Beck offen aufgrund seiner Homosexualität.
Der GRÜNEN-Landesvorsitzende Volkmar Zschocke fordert umgehende Konsequenzen von der sächsischen FDP: "Der Landesvorsitzende Holger Zastrow muss klarstellen, dass für solche menschenverachtenden Äußerungen in der sächsischen FDP kein Platz ist. Wir sind uns mit Volker Beck einig, dass die FDP ein Parteiausschlussverfahren einleiten sollte. Um glaubwürdig zu bleiben, muss Zastrow zügig handeln."
Nach Einschätzung von Zschocke müsse Holger Zastrow sich aber nicht wundern, dass bei der sächsischen FDP derartige Positionen gedeihen: "Zastrow selbst fischt wiederholt am rechten Rand. Er beklagt einen von ihm so genannten ‚linksgrünen‘ Zeitgeist und veröffentlicht wiederholt in der ‚Jungen Freiheit‘. Diese Zeitung transportiert nationalistisches und rassistisches Gedankengut und verwischt die Grenzen zwischen konservativen und rechtsextremen Positionen. Damit bereitet Zastrow auch den Nährboden für rechten Populismus in seiner eigenen Partei."
Pressemitteilung 2012-19 vom 5. April 2012
Nachtrag: In einer Pressemitteilung des sächsischen FDP-Generalsekretärs heißt es, die Stadträtin wäre nicht mehr Mitglied der Partei. Allerdings hat sie zuletzt 2009 für die FDP für den Stadtrat in Bad Lausick kandidiert.

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