Wenn die Kamelien wieder blühen

Zu Besuch auf Schloss Zuschendorf in Sachsen
Von Katrin Kühne
Der „Japanischen Rose“, so eine alte Bezeichnung für die blütenreiche Ziervariante der Kamelie, hat die Technische Universität Dresden mit ihrer im sächsischen Zuschendorf beheimateten Botanischen Sammlung ein lebendes Denkmal gesetzt. Sie umfasst 350 Sorten und Arten.
Neidlos als „Queen aller Kamelien Europas“ bezeichnet der Leiter von Schloss Zuschendorf, die neun Meter hohe Kamelie im Pillnitzer Schlosspark zu Dresden. Die sagenhafte Pflanze, deren Herkunft im Dunkeln liegt, stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Matthias Riedel hat einen Ableger der Pillnitzerin in seiner einzigartigen Botanischen Sammlung der „Camellia japonica“ in Zuschendorf. Sie umfasst 350 Sorten und Arten. Die Blütezeit der „Japanischen Kamelie“ ist Januar/Februar bis Mitte April.
Weiter erzählt mir Matthias Riedel, als wir im Park des ehemaligen Landschlosses spazieren gehen:

„Wir haben in der Kamelienzeit zwei Ausstellungen. Die eine ist im Garten, in den Gewächshäusern, wir haben ja 1.700 qm Gewächshausfläche, dort stehen die alten Mutterpflanzen aus dem Betrieb T.J. Seidel, sozusagen Deutschlands berühmteste Kamelien neben der Pillnitzer, weil es ja die ersten Pflanzen waren, die den Gartenbau hier in Sachsen begründet haben, und im Schloss haben wir eine deutschlandweite Ausstellung mit Blüten von Kamelien.“

Der ursprünglich um 1730 barock angelegte Garten war in der DDR-Zeit zur Müllhalde verkommen. Heute verbreiten Teile des Landschaftsgartens asiatisches Flair mit japanischen Steinlampen, Teichen und Teegarten.

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