Synode aktuell: Kompromiss zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

Die Diskussion um gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Pfarrhäusern war im Vorfeld der Synode groß. Herauskommen wird wohl ein Kompromiss. Doch die Debatte offenbarte vor allem einen unterschiedlichen Umgang mit der Bibel als Wort Gottes. Und der wird die Landeskirche auch noch weiter beschäftigen.

Auf der Tagesordnung des sächsischen Landessynode stand das sächsische Ergänzungsgesetz zum Pfarrerdienstgesetz der EKD. Darin wird die im Pfarrhaus verbindliche Lebensforme »Ehe und Familie« um den Zusatz »familiäres Zusammenleben« erweitert, um gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu ermöglichen, wie es die EKD-Synode 2010 begründete.

Was am zweiten Tag der Frühjahrstagung der sächsischen Landessynode diskutiert wurde, war ein Kompromiss. Das Papier, das Theologischer Ausschuss und Rechtsausschuss schließlich den Synodalen vorlegten, sieht im wesentlichen vor, dass das sächsische Ergänzungsgesetz zum EKD-Gesetz einen zusätzlichen Paragrafen 15 enthält, in dem Ehe und Familie als die den Pfarrerinnen und Pfarrern gemäße Lebensform festgeschrieben wird.

»Der Kirchenleitungsbeschluss bleibt dabei in Kraft und kann in besonderen Fällen angewendet werden«, sagte der Synodale Frank Meinel vom Rechtsausschuss zur Begründung. Im Kirchenleitungsbeschluss vom 21. Januar heißt es: Wenn der Kirchenvorstand einer Gemeinde zustimmt, dürfen Pfarrerinnen und Pfarrer künftig auch in Sachsen gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Pfarrhaus leben.

In Sachsen galt seit 2001, dass es ein solches Zusammenleben in einem sächsischen Pfarrhaus nicht geben soll. Im vergangenen Januar fasste die sächsische Kirchenleitung einen Beschluss, der in begründeten Ausnahmefällen eine solche Lebensweise im Pfarrhaus zulässt, vorausgesetzt im betreffenden Kirchenvorstand muss niemand dabei gegen sein Gewissen handeln. Der juristische Begriff der »Einmütigkeit« wurde dafür verwendet.

In Sachsen formierte sich Widerstand dagegen. Eine »Sächsische Bekenntnis-Initiative« bündelte die Christen, Pfarrer und Gemeinden, die darin einen Verstoß gegen die Bibel als Gottes Wort und das christliche Bekenntnis in Gefahr sahen.

Zugleich soll die Diskussion weitergehen, weil die Synode einen dringenden Bedarf sieht, in der gesamten Landeskirche in den nächsten Jahren das Gespräch über die Auslegung der Bibel und über die Ordnung des christlichen Lebens zu führen.

Den ganzen Beitrag lesen auf: ⇒ DER SONNTAG [Sachsen]

Synode aktuell: Kompromiss zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

Die Diskussion um gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Pfarrhäusern war im Vorfeld der Synode groß. Herauskommen wird wohl ein Kompromiss. Doch die Debatte offenbarte vor allem einen unterschiedlichen Umgang mit der Bibel als Wort Gottes. Und der wird die Landeskirche auch noch weiter beschäftigen.

Auf der Tagesordnung des sächsischen Landessynode stand das sächsische Ergänzungsgesetz zum Pfarrerdienstgesetz der EKD. Darin wird die im Pfarrhaus verbindliche Lebensforme »Ehe und Familie« um den Zusatz »familiäres Zusammenleben« erweitert, um gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu ermöglichen, wie es die EKD-Synode 2010 begründete.

Was am zweiten Tag der Frühjahrstagung der sächsischen Landessynode diskutiert wurde, war ein Kompromiss. Das Papier, das Theologischer Ausschuss und Rechtsausschuss schließlich den Synodalen vorlegten, sieht im wesentlichen vor, dass das sächsische Ergänzungsgesetz zum EKD-Gesetz einen zusätzlichen Paragrafen 15 enthält, in dem Ehe und Familie als die den Pfarrerinnen und Pfarrern gemäße Lebensform festgeschrieben wird.

»Der Kirchenleitungsbeschluss bleibt dabei in Kraft und kann in besonderen Fällen angewendet werden«, sagte der Synodale Frank Meinel vom Rechtsausschuss zur Begründung. Im Kirchenleitungsbeschluss vom 21. Januar heißt es: Wenn der Kirchenvorstand einer Gemeinde zustimmt, dürfen Pfarrerinnen und Pfarrer künftig auch in Sachsen gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Pfarrhaus leben.

In Sachsen galt seit 2001, dass es ein solches Zusammenleben in einem sächsischen Pfarrhaus nicht geben soll. Im vergangenen Januar fasste die sächsische Kirchenleitung einen Beschluss, der in begründeten Ausnahmefällen eine solche Lebensweise im Pfarrhaus zulässt, vorausgesetzt im betreffenden Kirchenvorstand muss niemand dabei gegen sein Gewissen handeln. Der juristische Begriff der »Einmütigkeit« wurde dafür verwendet.

In Sachsen formierte sich Widerstand dagegen. Eine »Sächsische Bekenntnis-Initiative« bündelte die Christen, Pfarrer und Gemeinden, die darin einen Verstoß gegen die Bibel als Gottes Wort und das christliche Bekenntnis in Gefahr sahen.

Zugleich soll die Diskussion weitergehen, weil die Synode einen dringenden Bedarf sieht, in der gesamten Landeskirche in den nächsten Jahren das Gespräch über die Auslegung der Bibel und über die Ordnung des christlichen Lebens zu führen.

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