Schwerer Verkehrsunfall mit zwei Schwerletzten

BAB 4, Dresden – Görlitz, Anschlussstelle Hermsdorf – 27.04.2012, 10:45 Uhr
Am heutigen Vormittag ereignete sich auf der BAB 4 in Höhe der Anschlussstelle Hermsdorf ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen. Ein 73-jähriger Renault-Fahrer hatte unvermittelt auf der rechten Fahrspur angehalten, offenbar weil er die Ausfahrt Hermsdorf verpasst hatte. Ein nachfolgender Lkw-Autotransporter konnte trotz sofortiger Gefahrenbremsung eine Kollision mit dem Renault nicht mehr verhindern, ein hinter diesem Autotransporter fahrender weiterer Sattelschlepper fuhr quasi ungebremst auf diesen auf. Auch ein hinter dem zweiten Lkw fahrender blauer VW Touran konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und verunfallte mit dem Sattelschlepper. Beim Eintreffen der Polizei und Rettungskräfte bot sich den Helfern ein Bild der Verwüstung. Die beiden Lkw waren in einander verkeilt, der 52-jährige Fahrer des zweiten Sattelschleppers war in den Trümmern seines Fahrerhauses eingeklemmt, war ansprechbar, aber schwerst verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Dresdener Klinikum geflogen, sein Zustand ist derzeit noch ungewiss. Auch die 40-jährige Touran-Fahrerin, die unter den vor ihr fahrenden Auflieger gerutscht war und sich dort verkeilt hatte, musste befreit werden und wurde schwerst verletzt.
Der 73-Jährige Unfallverursacher und seine Beifahrerin im Seniorenalter wurden bei dem Unfall nur leicht verletzt und standen unter Schock. Der Renault wurde am Heck des Fahrzeugs durch die Wucht des Aufpralls des nachfolgenden Lkw schwer beschädigt, der komplette Kofferraum wurde eingedrückt und zusammengeschoben. Die Feuerwehren aus Hermsdorf und Ottendorf waren über Stunden damit beschäftigt, die Verletzten aus den verunfallten Fahrzeugen zu befreien und bei der Bergung zu unterstützen.
Die BAB 4 war in Höhe der Anschlussstelle Hermsdorf im Zuge der Unfallaufnahme und Bergung der beteiligten Fahrzeuge und Trümmerteile bis etwa 14:30 Uhr voll gesperrt, auch danach konnte der Verkehr nur einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Aufgrund des einsetzenden Wochenendverkehrs staute sich der Verkehr bis etwa zum Autobahndreieck Dresden-Nord, wo eine Umleitung zur Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla durch Beamte des Autobahnpolizeireviers Dresden (PD OE-OE) eingerichtet wurde. Dennoch standen viele Verkehrsteilnehmer bei sommerlichen Temperaturen mit Ihren Fahrzeugen im Stau, teilweise hatten selbst Mütter mit Kindern keine Getränke für Ihren Nachwuchs dabei. Der bei der Kollision entstandene Sachschaden geht sicherlich weit in die 100.000,- € und konnte derzeit noch nicht näher beziffert werden. (tk)