Homophobie in der sächsischen CDU: Keine Einzelmeinung

Dresden. Zur Diskussion um homophobe Äußerungen sächsischer
CDU-Kommunalpolitiker erklärt der Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN Volkmar Zschocke: "Die Abwertung von Homosexualität ist in der
sächsischen CDU leider keine Einzelmeinung."

Zschocke weist damit die Erklärung des sächsischen CDU-Generalsekretärs
Michael Kretschmer zu den Äußerungen des Plauener CDU-Stadtrates Dieter
Blechschmidt zurück. Der Kommunalpolitiker hatte Homosexualität als
Krankheit bezeichnet.
"Bereits mehrere CDU-Mandats- und Funktionsträger in Sachsen haben
Homosexuelle öffentlich als kranke, verwirrte, abnormale und außerhalb
der göttlichen Schöpfung lebende Menschen beschimpft. Die sächsische CDU
hat hier ein ernsthaftes Problem, mit dem sie sich auseinandersetzen
muss. Wenn sie die Äußerungen als Einzelmeinung abtut, heißt das nur,
dass sie sich dieser Debatte nicht stellen will", so Zschocke.

Der GRÜNEN-Vorsitzende verweist dabei auch auf die öffentlichen
Äußerungen des Vorsitzenden eines CDU-Ortsverbandes in Chemnitz und von
CDU-Kreisrat Thomas Schneider aus dem Erzgebirge.

"Beide verbreiten ihre homophoben Ansichten im Internet. Das Treiben
Schneiders wird von offizieller CDU-Seite bisher toleriert. Um im
rechtskonservativen Milieu Stimmen zu fischen, nimmt es die sächsische
CDU offenbar hin, dass Homosexuelle herabgewürdigt und Politiker wie der
GRÜNE Volker Beck als Christen- und Menschenfeinde diffamiert werden.",
erläutert Zschocke seine Feststellung.

Pressemitteilung 2012-25 von 03.05.2012

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