Artenschutz: Mehr Raum für Hamster, Rebhuhn & Co.

Dresden. Zum Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt erklärt Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:
"Täglich sterben weltweit zirka 150 Tier- und Pflanzenarten aus, so die offizielle Schätzung der UN. In Sachsen führen vor allem intensive Landwirtschaft und Flächenverbrauch zu starkem Artenverlust. Die Bestandsrückgänge beispielsweise von Rebhühnern, Braunkehlchen, Kiebitzen oder Feldlerchen sind gravierend. Der Feldhamster ist vom Aussterben bedroht."
Die Staatsregierung verfüge zwar über ein Programm zur biologischen Vielfalt, stelle die Weichen in der Praxis jedoch in die entgegengesetzte Richtung. "Endlose Monokulturen aus Raps und Mais prägen viele sächsische Gegenden, verbunden mit exzessivem Einsatz von Pestiziden. Zum Erhalt der Artenvielfalt sind hingegen Landwirtschaftsformen notwendig, die den Pflanzen und Tieren der Kulturlandschaften ausreichend Lebensraum belassen: vielfältige Ackerränder, Heuwiesen und ein viel breiteres Anbauspektrum. Wir setzen auf bäuerliche Landwirtschaft, die Natur nicht verbraucht sondern deren Selbsterhaltungskräfte stärkt.", erklärt Zschocke.
Die sächsischen GRÜNEN wollen zum besseren Artenschutz außerdem den Biotopverbund in Sachsen verbindlich umsetzen: "Die Refugien geschützter Arten werden immer seltener und die Zerschneidung ihrer Lebensräume immer häufiger. Dringend notwendig ist deshalb die Wiederherstellung eines landesweiten Verbundes zwischen den grünen Oasen. Doch gerade in Sachen Biotopverbund hat die Agrar- und Naturschutzpolitik der Staatsregierung bislang völlig versagt.", so der GRÜNEN-Vorsitzende abschließend.
Pressemitteilung 2012-30 vom 21. Mai 2012

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