GRÜNE zum Weltdrogentag: Beratung und Vorbeugung in Sachsen nicht länger vernachlässigen

Dresden. Anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni erinnert Dr. Claudia Maicher, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen, an die verfehlte Kürzungspolitik von CDU und FDP im Bereich der Präventionsarbeit.

"Die finanzielle und personelle Ausstattung der sächsischen Suchtberatungsstellen muss endlich an die gewachsenen Herausforderungen angepasst werden.", fordert Maicher.

Der Hilfebedarf in der ambulanten Suchtkrankenhilfe ist nach Angaben der sächsischen Landesstelle gegen Suchtgefahren im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen. Dies sei vor allem auf den vermehrten Konsum der Droge Crystal zurückzuführen.

"Die Suchtberatungsstellen sind völlig ausgelastet und arbeiten schon lange am Limit. Bereits jetzt fehlen qualifizierte Betreuungsangebote für mehr als 1200 Suchtkranke. Viele Betroffene bekommen die notwendige Unterstützung versagt. Dass die Zahl der Mitarbeiter bei steigendem Beratungsbedarf und zunehmender Belastung immer weiter sinkt, muss uns zu denken geben.", erinnert Maicher an die Kürzungen im Bereich der Suchthilfe durch CDU und FDP im letzten Landeshaushalt.

Diese Politik dürfe sich bei der Planung des kommenden Haushaltes nicht fortsetzen, betont die GRÜNEN-Vorsitzende: "Wir GRÜNEN fordern von der Landesregierung, nicht länger die Augen vor diesem Problem zu verschließen. Die Sozialministerin muss sich in den Haushaltsverhandlungen für eine gesicherte Finanzierung eines flächendeckenden und hochwertigen Angebots einsetzen. In jeder Region Sachsens muss pro 20.000 Einwohner mindestens eine Fachkraft zur Verfügung stehen."

"Wer in einer Notsituation mehrere Wochen auf einen ersten Beratungstermin warten muss, wird mit seiner Sucht allein gelassen. Wenn Beratung und Vorbeugung weiter abgebaut werden, werden auch die akuten Fälle weiter zunehmen. Das ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern hat Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft.", so die GRÜNEN-Vorsitzende.

"Allein Krankenkassen und Rentenversicherungen geben in Sachsen pro Jahr mehr als 100 Millionen Euro für Behandlung und Folgen von Suchtkrankheiten aus. Mehr Investitionen in Beratung und Vorbeugung lohnen sich also auch finanziell. Die betroffenen Menschen sollten es uns wert sein.", erklärt Claudia Maicher abschließend.

Pressemitteilung 2012-41 vom 25.06.2012

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