Hochwasserkonferenz in Dresden – GRÜNE: Sachsen muss seine Hausaufgaben machen

Dresden. Anlässlich der derzeit im Sächsischen Landtag stattfindenden Hochwasserkonferenz fordert Sachsens Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Volkmar Zschocke mehr Anstrengungen bei der Renaturierung der Flussläufe und warnt vor weiterer Flächenversiegelung in Sachsen:
"Wir wollen wieder mehr Raum für die Flüsse! Das ist nachhaltiger Hochwasserschutz. Seit dem 19. Jahrhundert wurden der Elbe für Landwirtschaft und Deichbau 85 Prozent des Überschwemmungsraumes weggenommen. Spätestens seit dem Hochwasser 2002 sollte allen diese Fehlentwicklung klar sein. Doch bei den derzeit landesweit 47 Hochwasserschutzkonzepten sind bislang fast keine Deichrückverlegungen oder Maßnahmen zur Schaffung von Räumen für die natürliche Ausbreitung und Rückhaltung des Wassers dabei. Auch Projekte zur großflächigen Auenrevitalisierung an der Elbe gibt es kaum."
Der GRÜNEN-Vorsitzende warnt zudem vor dem Verlust der natürlichen Fähigkeit des Bodens zu Wasserspeicherung. Trotz Bevölkerungsrückgangs sei der Anteil von Siedlungs- und Verkehrsfläche in Sachsen seit 1992 von 10 auf 12,5 Prozent angestiegen. Aktuell würden in Sachsen täglich 8 Hektar Fläche neu versiegelt. "Die begrüßenswerte Zusammenarbeit zwischen den Ländern reicht nicht, wenn Sachsen seine eigenen Hausaufgaben nicht macht. Die Staatsregierung muss sich vor allem in Sachsen darum kümmern, die fortschreitende Bodenversiegelung zu stoppen. Ein konsequenter Versiegelungsstopp in Hochwasserentstehungsgebieten und eine generelle Begrenzung der Flächenversiegelung müssen im Landesentwicklungsplan festgeschrieben werden", so Zschocke.
Pressemitteilung 2012-40 vom 22.06.2012

Den ganzen Beitrag lesen auf: Grüne Sachsen News