Kletterwand und Kirchenbühne

Sie haben das Programm mitgestaltet: Pfarrer Lüder Laskowski (l.) und Falk Herrmann. Foto: C. Reuther

Sie haben das Programm mitgestaltet: Pfarrer Lüder Laskowski (l.) und Falk Herrmann. Foto: C. Reuther

 
»Energie von oben« ist das Motto der Kirchen vom 7. bis 9. September

Um die flanierenden Besucher beim Tag der Sachsen im wahrsten Sinn des Wortes »rumzukriegen«, haben sich die Freiberger Christen etwas Besonderes ausgedacht: Die Kirchenbühne mit ihrem bunten Programm wird vor der Petrikirche der Bergstadt stehen, etwas abseits von der Magistrale zum Obermarkt; die Besucher müssen also von der Petersstraße um die Ecke gelenkt werden. Deshalb wird an der Stelle ein großes Tor aufgestellt, das den Eingang zu den Angeboten der Kirchen markiert. Und es wird einen Wasserlauf geben, in dem Kinder Schiffchen fahren lassen können. Wenn sie am anderen Ende des Wasserlaufs angekommen sind, um ihr Schiff wieder in Empfang zu nehmen, sind sie bereits vor der Petrikirche – ihre Eltern natürlich auch.

Dann, so hoffen nicht nur Pfarrer Lüder Laskowski und Jugendmitarbeiter Falk Herrmann vom ökumenischen Vorbereitungsteam, werden sie sich begeistern lassen von dem, was dort auf sie wartet: nicht nur eine Kletterwand, sondern auch die Kirchenbühne.

Da gibt es Kleinkunst vom Jongleur über Artistik bis zu kurzen Theaterstücken. Bands aus der Region erhalten ihren Auftritt. »Wir haben Musikgruppen, die aus der evangelischen Jugendarbeit kommen und die gern mal auf einer größeren Bühne spielen wollen, dazu eingeladen«, sagt Jugendmitarbeiter Falk Herrmann. Ihre Arbeit solle damit gewürdigt werden.

Ten Sing Reichstädt zeigt sein Programm. Eine Feuershow und Luftdarbietungen mit den »Flugträumern« aus Berlin werden zu sehen sein. Die Gruppe »Wunderbundt« aus Freiberg zeigt ihr Rockpoem über Franz von Assissi mit Musik von Rio Reiser. Seinen Auftritt hat aber auch der Kinder- und Jugendzirkus Applaudino aus Zittau (Beitrag oben). Alles das steht unter dem Motto »Energie von oben«.

»Es sind um die 40 Initiativen, die sich am Petriplatz und auf der Kirchenmeile präsentieren werden«, sagt Lüder Laskowski. Denn zu all dem Trubel vor der Petrikirche kommen die vielen Stände kirchlicher Werke und Einrichtungen entlang der Petersstraße. Dafür wird in den Freiberger Kirchen nicht viel los sein. »Das ist nicht so schlimm«, sagt Lüder Laskowski. »Weil Kirche sich auf die Straße bewegt an diesem Tag.«

Kirche, das sind in Freiberg nicht nur evangelische und katholische Gemeinden. Zum Ökumenischen Arbeitskreis gehören auch die methodistische, die baptistische und die Adventsgemeinde sowie noch einige Freikirchen. Sie alle haben Erfahrung mit großen Veranstaltungen in der Bergstadt. »Zweimal im Jahr gibt es hier Anlass dazu: zum Christmarkt und zum Bergstadtfest«, sagt Lüder Laskowski. »Insofern gibt es hier Erfahrungen und ein Netzwerk von Leuten, die mitmachen.«

Und es gibt gute Kontakte zur Stadt, die in diesem Jahr in Feierlaune ist: In diesem Jahr wurde das 850-jährige Bestehen gefeiert. Dazu kam das Jubiläum 475 Jahre Einführung der Reformation in Freiberg zu Pfingsten. Und vom 7. bis 9. September nun der Tag der Sachsen. Die Kirche ist dabei – mit »Energie von oben«.

Christine Reuther

www.klickzurkirche.de

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