Bande von Buntmetalldieben das Handwerk gelegt

Zwickau/Gera/Bayreuth – (ow) Vier Männer aus Plauen müssen sich demnächst für schweren Bandendiebstahl verantworten. Ihnen wird zur Last gelegt, in den vergangenen drei Monaten in 31 Fällen unter wechselnder Beteiligung insbesondere Kupfer und Edelstahl gestohlen und dadurch einen Schaden von etwa 200.000 Euro angerichtet zu haben. Dazu waren die Plauener im Alter von 24, 25, 36 und 41 Jahren im sächsischen Vogtland (sechs Fälle) und Ostthüringen (neun Fälle) sowie in Oberfranken (16 Fälle) am Werk. Nach ihrer jüngsten Tat wurden sie am Montag vorläufig festgenommen. Der Haftrichter am Zwickauer Amtsgericht erließ jeweils Haftbefehl, setzte diesen in zwei Fällen jedoch gegen Auflagen außer Vollzug.

Die Staatsanwaltschaft Zwickau führt gegen die vier mutmaßlichen Täter ein Sammelverfahren und arbeitet dabei mit den Kriminalpolizeien in Zwickau, Gera, Jena, Hof und Bayreuth zusammen. Bei Verurteilung drohen Haftstrafen zwischen einem und zehn Jahren.

Die Männer hatten es bei ihren Taten insbesondere auf Kupferdachrinnen und -fallrohre sowie lose Kupferkabel und -kabelrollen, aber auch Edelstähle abgesehen. Ihr Diebesgut holten sie sich bspw. an landwirtschaftlichen oder Handwerksbetrieben und schreckten auch vor Photovoltaik- und Windkraftanlagen nicht zurück. Als sie Kupferschrott bei einem thüringischen Altmetallhändler in großem Umfang stahlen und ihn in Bayern bei einem weiteren Händler wieder abgeben wollten, klickten letztlich die Handschellen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Nun befinden sich die Kripobeamten in der Spurenauswertung und -zuordung, um die Beweisführung sicherzustellen.