Welttierschutztag: Sächsische GRÜNE fordern ein Ende der Subventionen für Tierfabriken

Dresden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen fordern ein Ende der Subventionen von Massentierhaltung: „Der Bau weiterer Tierfabriken muss gestoppt, sämtliche Subventionen durch den Freistaat müssen beendet werden. Erst werden zig Millionen Fördermittel in den Bau solcher Anlagen gepumpt. Dann zahlen die Steuerzahler noch mal, um die Schäden für Mensch und Umwelt zu beheben“, erklärt der GRÜNEN-Landesvorsitzende Volkmar Zschocke anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober.
"Durch industrielle Tiermastanlagen verliert vor allem der ländliche Raum Attraktivität und Entwicklungschancen", erläutert Zschocke. Deswegen wollen die GRÜNEN zudem die Privilegien für Großmastanlagen aus dem Baugesetzbuch streichen. Strengere Regelungen sollen Belastungen durch Schadstoffe, Staub, Gestank und Gülle senken.
Zschocke macht auf millionenfaches Tierleid aufmerksam: „Die Zustände in diesen Industrieanlagen sind nicht länger verantwortbar. Tiere werden auf engstem Raum zusammengepfercht, können ihr arteigenes Verhalten nicht ausleben. Sie sind oft so degeneriert, dass sie ohne massive Antibiotikagaben eingehen würden.“
Gemeinsam mit Bürgerinitiativen machen die GRÜNEN mobil gegen den Bau neuer Tierfabriken in Sachsen. Zschocke nennt aktuelle Beispiele: „In der Gemeinde Pristäblich in Nordsachsen formiert sich Widerstand gegen den Bau einer Hennenzuchtanlage mit 70.000 Plätzen. Zscheppliner Bürger ziehen gegen die Pläne für 11.000 Schweinemastplätze vor das Oberverwaltungsgericht. In Lunzenau wurden in kürzester Zeit rund 900 Unterschriften gegen den Bau einer Geflügelzuchtanlage mit 44.000 Plätzen gesammelt. Wir GRÜNEN unterstützen diese Bürgerinitiativen nach Kräften!“
Zschocke kündigt an, dass das Thema grüner Schwerpunkt bleibt: „Wir wollen mehr Menschen in Gesellschaft und Politik für artgerechte Tierhaltung in vernünftigen Bestandsgrößen und ohne massenhaften Antibiotikaeinsatz gewinnen.“
Pressemitteilung 2012-52 vom 3. Oktober 2012

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