Versuchtes Tötungsdelikt – Unterbringungsbefehl erlassen

Die Staatsanwaltschaft Görlitz und die KPI Oberlausitz-Niederschlesien ermitteln gegen einen 25 Jahre alten Mann aus Görlitz wegen versuchten Totschlags.

Gegen ihn wurde am 9. Oktober 2012 auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Görlitz die einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet, da in einem anderen Verfahren gutachterlich festgestellt worden ist, dass Schuldunfähigkeit vorliegen könnte.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 5. Oktober 2012, gegen 9.00 Uhr, dem Geschädigten mutmaßlich mit einer Hantelstange derart heftig gegen den Kopf geschlagen zu haben, dass dieser eine Impressionsfraktur des Schädeldachs mit Hirnblutung davon trug. Der Geschädigte konnte nur durch eine Notoperation am Leben erhalten werden.

Erst im Laufe des 6. Oktober 2012 erhielt die Polizei von dieser Straftat Kenntnis und nahm die Ermittlungen auf, welche zur Feststellung des Tatverdächtigen führten.

Totschlag ist mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu 15 Jahren bedroht. Der Versuch kann milder bestraft werden. Hier kommt die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht.