Versuchtes Tötungsdelikt und Brandstiftung in Löbau – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Löbau – Am 16. Oktober 2012 gegen 23:00 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung, dass ein 67-Jähriger in Löbau auf dem Kirchweg zwei Mülltonnen angezündet habe, welche unmittelbar am dort befindlichen Wohnhaus standen. Zuvor soll er bereits die Front eines auf dem Nachbargrundstück befindlichen Pkw in Brand gesetzt haben und mit seinem Pkw geflüchtet sein. Das Feuer konnte durch Anwohner und die Feuerwehr Löbau gelöscht werden. Es entstand am Pkw ein Schaden von ca. 4.000 Euro.

Am 17. Oktober 2012 konnte die Polizei den Rentner dann in Löbau im Bereich der Jänkendorfer Kreuzung stellen. Er wurde vorläufig festgenommen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte bereits vor den Taten versucht haben soll, die Jagdhütte seines Sohnes anzuzünden. Dies gelang nicht, da er flüchten musste.

Es wurde zudem festgestellt, dass sich in dem Haus am Kirchweg zum Zeitpunkt der Brandlegung die auf den Rollstuhl angewiesene und schwerhörige Ehefrau des Beschuldigten befand. Vor dem Haus soll der Tatverdächtige außer den Mülltonnen auch an den Türen angebrachte spiritusgetränkte Lappen angezündet haben.

Daher wird nicht nur wegen (versuchter) Brandstiftungsdelikte, sondern auch wegen versuchten Mordes ermittelt.
Der Beschuldigte ist geständig, stellt aber einen Tötungsvorsatz in Abrede.
Das Motiv der Tat liegt möglicherweise in Familienstreitigkeiten.
Am 18.10.2012 erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Görlitz auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz Haftbefehl.

Mord ist mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht. Der Versuch kann milder bestraft werden.