Gesprächsprozess: Wir müssen reden

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Der im April vereinbarte Gesprächsprozess über das Bibelverständnis nimmt Fahrt auf.
 

Es ist wohl die Ruhe nach dem Sturm, die zur Zeit viele sächsisische Kirchenleute nach einer Fortsetzung des Gesprächsprozesses über das Schriftverständnis suchen lässt.

Die Sächsische Bekenntnisinitiative plant einen Auftritt beim Gemeindebibeltag am 31. Oktober in Glauchau sowie eine Generalversammlung am 5. November in Chemnitz. Dabei soll es um die Fragen gehen: »Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?«, sagte Pfarrer Karsten Klipphahn von der Initiative. Auch eine Broschüre zum Bibelverständnis soll erarbeitet werden.

Die Kirchenleitung plant ebenfalls eine Broschüre mit Thesen zum Schriftverständnis sowie eine Zusammenstellung von Materialien auf der Internetseite der Landeskirche. Des weiteren soll die Herbstsynode vom 16. bis 19. November genutzt werden, Impulse für den Gesprächs­prozess zu geben. Dazu werden die Kirchgemeinden aufgefordert, »für einen ehrlichen und von gegenseitigem Verstehenwollen geprägten Dialog« zu beten.

Vom 22. bis 24. Februar 2013 soll zudem in der Evangelischen Akademie Meißen eine theologische Fachtagung stattfinden zu den inhaltlichen und methodischen Fragen des Gesprächsprozesses. Sie ist gedacht für Multiplikatoren aus den Kirchenbezirken.

Die Jahrestagung des Sächsischen Pfarrervereins vom 5. bis 7. November in Meißen befasst sich mit dem Bibelverständnis. »Angestoßen durch die derzeitige zum Teil heftig geführte Debatte um das Schriftverständnis will uns Fulbert Steffensky anleiten, über unseren eigenen Umgang mit biblischen Texten nachzudenken«, heißt es in der Ankündigung.

Auch DER SONNTAG wird sich an der Moderation des Prozesses beteiligen. Gemeinsam mit dem Leitenden Redakteur Andreas Roth wollen im Januar und Februar Landesbischof Jochen Bohl, Synodenpräsident Otto Guse, Landesjugendpfarrer Tobias Bilz und Vertreter der Bekenntnisinitiative auf einem Podium miteinander sprechen. Die Gespräche sind in Annaberg, Plauen, Leipzig, Bautzen und Dresden geplant.

Und schließlich plant der Kirchenbezirk Chemnitz am 23. Februar 2013 einen Kirchvorstehertag zum Gesprächsprozess.

(so)

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