9. November – GRÜNE: Widerstand gegen Rassismus und Einsatz für Demokratie ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Dresden. Anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht 1938 und dem Fall der Mauer 1989 und erklärt Claudia Maicher, Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen:

"Der Widerstand gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie der Einsatz für Demokratie und Menschenwürde ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", ist Maicher überzeugt und fordert mehr Wertschätzung für die vielen sächsischen Initiativen und Demokratieprojekte.

"Zahlreiche Menschen engagieren sich in Sachsen ehrenamtlich gegen Diskriminierung, Rechtsextremismus und Antisemitismus in vielfältiger Form. Ich freue mich, dass ihre Initiativen an diesem historischen Tag mit dem sächsischen Förderpreis für Demokratie gewürdigt werden", sagt die GRÜNEN-Landesvorsitzende.

Seit der Freistaat Sachsen als Mitinitiator der Ehrung auch von allen Preisträgern eine Demokratieerklärung verlangt, vergeben Amadeu Antonio Stiftung, die Freudenberg Stiftung und die Sebastian Cobler Stiftung die Würdigung ohne Beteiligung des Innenministeriums.

"Die Extremismuserklärung und der Zwang auch das Demokratieverständnis von Projektpartnern zu prüfen und sie zu Bekenntnissen zu nötigen ist ein Misstrauensvotum an zivilgesellschaftliches Engagement im Land", kritisierte die GRÜNE Landesvorsitzende.

"Am 9. November sollten wir uns erinnern, wie Menschenwürde, Demokratie und Bürgerrechte verteidigt und aktiv gelebt werden. Der Jahrestag der Pogromnacht ist ein Tag der Trauer und Mahnung. 1989 steht dagegen für die Leistung vieler Bürgerinnen und Bürger und einer wachsenden Oppositionsbewegung in der DDR, die den entscheidenden Beitrag für freie Wahlen, Menschenrechte und demokratische Werte erkämpft haben. Gerade der 9. November zeigt uns, wie wichtig Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind. Diese immer wieder vor Ort zu stärken und nicht Engagierten Steine in den Weg zu legen, ist unsere gemeinsame Verantwortung", ist Maicher überzeugt.

***
Hintergrund:
Der Sächsische Förderpreis für Demokratie würdigt Engagement und Projekte für Menschenrechte, Stärkung der Demokratie vor Ort und gegen Rassismus, Rechtsextremismus oder Antisemitismus. Bis vor zwei Jahren wurde der Demokratiepreis zusammen mit dem Freistaat Sachsen ausgelobt. Nachdem das Pirnaer Projekt AKuBiZ, der Preisträger 2010, die Unterzeichnung einer "antiextremistischen" Grundsatzerklärung ablehnte und den Preis nicht entgegennahm, zog sich das sächsische Staatsministerium ab 2011 aus der Preisvergabe zurück.

Pressemitteilung 2012-61 vom 08.11.2012

Den ganzen Beitrag lesen auf: Grüne Sachsen News