Polizei beendet Bedrohungslage

Schirgiswalde-Kirschau/OT Halbendorf/Gebirge – Bautzener Straße (B 96), 28.11.2012, gegen 23:15 Uhr
Ein 37-Jähriger hat am Mittwochabend in einer Halbendorfer Gaststätte zwei Gäste und das Personal beleidigt und mit einem Springmesser bedroht. Die Bedrohten konnten die Gaststätte unbeschadet verlassen. Nach etwa drei Stunden hatte die Polizei den Mann mit kommunikativem Geschick zur Aufgabe bewegen können. Er wurde festgenommen.

Eine Mitarbeiterin der Gaststätte hatte die Polizei alarmiert. Mit mehreren Streifenbesatzungen eilten die Beamten zum Ereignisort. Beim Eintreffen der Polizisten hatten die Mitarbeiterin und auch die zwei bedrohten Gäste das Lokal bereits verlassen können. In der Gaststätte hielt sich der 37-Jährige auf. Er hielt ein Messer in der Hand und wiederholte seine Drohungen und Beleidigungen auch gegenüber den Beamten.

Der Mann hatte vermutlich persönliche Probleme. Er war zum Zeitpunkt der Tat deutlich alkoholisiert und stand möglicherweise auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Nach eigener Aussage hatte er „nichts mehr zu verlieren“. Da weder eine Fremd-, noch eine Eigengefährdung des Mannes ausgeschlossen werden konnte, war zu dem Zeitpunkt ein schneller Zugriff zur Klärung der Lage nicht möglich. Zur Unterstützung wurden speziell geschulte Vermittler der Verhandlungsgruppe und auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos des Landeskriminalamtes angefordert.

In der Zwischenzeit konnte ein Streifenbeamter des Polizeireviers Bautzen mit „Engelsgeduld“ und kommunikativem Geschick eine positive Gesprächsführung und Vertrauensbasis zu dem 37-Jährigen aufbauen. Dieser war schließlich nach etwa dreistündigem Gespräch soweit beruhigt, dass er aufgab. Der Mann wurde festgenommen und zu weiteren polizeilichen Maßnahmen zum Polizeirevier Bautzen verbracht. Die angeforderten Kräfte des Landeskriminalamtes kamen nicht zum Einsatz.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Gegen den Tatverdächtigen laufen umfangreiche strafrechtliche Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Bedrohung, des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, der Beleidigung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. (tk)