Aus fahrendem Auto gesprungen und geflüchtet

Rossau (Bundesautobahn 4) – (Ki) Durch den Sprung aus seinem fahrenden Auto wollte sich ein 35-Jähriger am Mittwochabend dem Zugriff der Polizei entziehen.
Gegen 19 Uhr hatte eine Autofahrerin die Polizei über einen auffälligen Autofahrer informiert. Der war in einem Honda Civic kurz vor Chemnitz in Richtung Dresden unterwegs. Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) der PD Chemnitz-Erzgebirge und der Bundespolizeiinspektion Chemnitz konnten das Auto etwas später bei der Vorbeifahrt an der Raststätte „Auerswalder Blick“  ausmachen und wollten es am Rastplatz „Rossauer Wald“ stoppen. Auf die Leuchtschrift „Bitte folgen“ reagierte der Honda-Fahrer zunächst. Dann fuhr er von der rechten in die Mittelspur, wurde langsamer, sprang aus dem Auto und stürzte. Der Honda fuhr in die Mittelschutzplanke und kam dort zum Stehen. Der Honda-Fahrer konnte zunächst unerkannt entkommen.
Bei der Suche nach dem „Stuntman“ entdeckten wiederum Beamte der GFG an der      B 169, in der Nähe der Esso-Tankstelle in Hainichen, einen Mann, der offensichtlich als Anhalter unterwegs war. Er hatte zerrissene Oberbekleidung und keine Schuhe an und war augenscheinlich verletzt. Es handelte sich um den Fahrer des Honda.
Die Polizisten verständigten den Rettungsdienst, der den offenbar alkoholisierten Mann ins Krankenhaus brachte. Dort wurde eine zweifache Blutentnahme durchgeführt.
Der Honda wurde sichergestellt. Die Sachschäden beziffern sich auf gut 2 000 Euro.
Die Ermittlungen gegen den 35-Jährigen aus Thüringen laufen.