Die Lichtquellen des Glaubens

lichter

Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Jesaja 60, Vers 2

Welch ein Lichtwort spricht Jesaja in die Finsternis der Welt hinein! Er ist dabei nicht realitätsfremd. Aber er will sich nicht vom Dunkel der Welt überrollen lassen.

In der Welt geht es oft genug vordergründig um Erfolg.

In der Welt des Glaubens sieht das anders aus.

Enno Haaks ist General­sekretär des Gustav-Adolf-Werks in Leipzig.

Enno Haaks ist General­sekretär des Gustav-Adolf-Werks in Leipzig.

Das beschrieb vor gut 50 Jahren ein Vertreter des Gustav-Adolf-Werkes: »Zum Wesen der Diaspora und der Kirche allgemein gehört der Mut zur Erfolglosigkeit. Diaspora widerspricht der geistigen und geistlichen Rentabilität. Da menschlich alles umsonst ist, wird in der Diaspora gegenüber dem kirchlichen Betrieb alles auf das Wirken Christi in der Kirche gestellt.«

Das galt zur Zeit Jesajas auch schon. Das gilt heute, wenn man sich für diese Botschaft einsetzt. Jesaja weiß um die Lichtquelle des Glaubens. Er weiß: Diese Botschaft gehört in den Unfrieden, in die Ungerechtigkeit, in die Hoffnungslosigkeit.

Seit Weihnachten ist das mehr als deutlich. Jesus kommt dahin, wo Menschen auf der Flucht sind. Jesus kommt dahin, wo Menschen keinen Platz in der Gesellschaft finden. Jesus kommt dahin, wo die Macht der Mächtigen die Ohnmächtigen erdrückt.

Die frohe Botschaft gehört in die Schrecken der Welt und will sich nicht überwältigen lassen. Jesus erfährt selbst in seiner Taufe, dass über ihm die Herrlichkeit des Himmels aufgeht, als er eine Stimme hört: »Dies ist mein lieber Sohn!«

Mit Jesus zieht Gottes Herrlichkeit ein: in die Probleme des Alltags, in persönliche Sorgen von Krankheit und Tod, in gesellschaftliche Konflikte. Jesaja verkündet, was geschieht, wenn die Herrlichkeit Gottes über uns aufgeht. Diese Botschaft gehört zu Epiphanias. Uns wächst eine Kraft Gottes zu.

Ein Licht erleuchtet unsere Finsternis.

Enno Haaks

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