Noch zwei Mal falsche Verwandte am Telefon

Chemnitz Stadtgebiet – (Ki) Nachdem der Chemnitzer Polizei bereits im Verlaufe des Montags ein Dutzend versuchte Betrugsfälle per Telefon gemeldet worden sind (siehe Medieninformation Nr. 41 der PD Chemnitz vom 22. Januar 2013), informierten noch ein Mann und eine Frau aus Chemnitz am Dienstag die Polizei. Sie waren am Dienstag, gegen Mittag, jeweils zu Hause von einer Frau angerufen worden.
In dem einen Fall gab sich die mit rheinischem Dialekt sprechende Anruferin als Verwandte aus, die für den Kauf einer 120.000 Euro teuren Eigentumswohnung Geld benötige. Der Angerufene reagierte beherzt humorvoll und antwortete, er habe nur die Hälfte des gewünschtes Betrages im Haus. Dann fragte er nach, ob die Anruferin selbst vorbei komme, um das Geld abzuholen. Darauf allerdings gab die Anruferin keine Antwort. Der Mann, der tatsächlich Verwandtschaft im Rheinland hat, rief diese nach dem Telefonat an und bekam bestätigt, was er vermutet hatte: Er sollte „über den Tisch“ gezogen werden.
Auch im zweiten Fall ging es um einen Immobilienkauf. 85.000 Euro standen bei diesem Anruf zur Rede. Das Geld wolle man in Kürze abholen. Die 92 Jahre alte Frau erzählte ihrer Tochter von dem Telefonat, diese wählte daraufhin den Polizeinotruf.

Die Polizei rät insbesondere älteren Mitmenschen:
– Gehen Sie in keinem Fall – weder am Telefon noch an der Wohnungstür oder auf der Straße – auf Geldforderungen ein!
– Ziehen Sie Verwandte, Nachbarn oder am besten die Polizei zu Rate!

Familienangehörigen betagter Mitmenschen empfiehlt die Polizei:
– Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen und bereiten Sie sie auf derartige Situationen vor!