Androhung von Suizid in der Öffentlichkeit

Ort: Wurzen; Collmener Straße
Zeit: 04.02.2013, gegen 10:10 UhrAm heutigen Tag, gegen 10.10 Uhr, erhielt die Polizei einen Anruf. Der Anruferteilte mit, dass er Beziehungsprobleme hat und sich aus diesem Grund dasLeben nehmen will. Er steht mit seinem blauen Ford Explorer auf einemFestplatz gegenüber einem Autohaus in Wurzen. Im Fahrzeug, das er zumZeitpunkt des Telefonierens verlassen hatte, befinden sich vier Gasflaschen.Als Polizeibeamte eintrafen, stellten sie eine männliche Person neben derBeifahrerseite am Auto sitzend fest. Sie nahmen mit ihm Kontakt auf undkonnten ihn dazu bewegen, sich vom Fahrzeug zu entfernen. DiePolizeibeamten nahmen sich seiner an und informierten das Rettungswesen.Die männliche Person hatte bereits Gas eingeatmet und außerdem warGasgeruch aus dem Fahrzeug wahrnehmbar. Nach der vor Ort durchgeführtenUntersuchung des Notarztes erfolgte die Einweisung des Mannes in einegeschlossene Anstalt. Bevor er den Pkw verließ, hatte er die vier Elf-Kilo-Gasflaschen im Pkw geöffnet. In der Zwischenzeit hatte sich der Pkw selbstverriegelt. Das Auto war alarmgesichert, so dass die Gefahr einer Explosion beider Fahrzeugöffnung bestand. Die vor Ort mittlerweile eingetroffene Feuerwehrbat die Polizei um Unterstützung. Es erfolgte Rücksprache mit demLandeskriminalamt Sachsen, die daraufhin die Sprengstoffexperten vor Ortentsandten. Sie entschieden sich, mit einem Roboter die Scheibe desFahrzeuges einzudrücken. Diese Variante erwies sich als gelungen. Nachdemdie Scheiben eingedrückt waren, näherten sich die Experten mitentsprechender Schutzausrüstungen dem Fahrzeug und drehten die Flaschenwieder zu. Anschließend wurden die Gasflaschen aus dem Fahrzeug gebrachtund gesichert. Die Explosionsgefahr war damit gebannt. Gegen den 39-Jährigen hat die Polizei nun ein Ermittlungsverfahren wegen Herbeiführenseiner Sprengstoffexplosion eingeleitet. Absperrmaßnahmen gab es währendder Arbeiten des Expertenteams. Evakuierungsmaßnahmen machten sich nichterforderlich. (Vo)