Schlechte Haltungsbedingungen für Legehennen in Sachsen: GRÜNE fordern bessere Haltungsstandards

Dresden/Bautzen. Aus heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes wird deutlich, dass in Sachsen schlechte Haltungsbedingungen von Legehennen weiterhin die Regel sind.

Die sächsischen Betriebe hätten gegenüber dem Vorjahr keinen Schritt nach vorn gemacht, stellt der Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Volkmar Zschocke fest. Er setzt auf artgerechte Tierhaltung:

"Mehr als vier von fünf Hennen sind in Sachsen immer noch in der Bodenhaltung einquartiert. Die begrenzten Platzverhältnisse führen zu Stress und Verletzungen bis hin zu Kannibalismus unter den Tieren. Billigpreise gehen mit hoher Medikamentenbelastung der Tiere und Eier insbesondere durch Antibiotika einher."

"Andererseits hinkt Sachsen bei der ökologischen Haltung weit hinterher", kritisiert Zschocke. Im Bundesschnitt würden mehr als vier mal so viele Legehennen unter Öko-Standards gehalten wie in Sachsen.

"Die Haltungsbedingungen müssen den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden und der Bau von Massentierhaltungsanlagen darf nicht länger durch öffentliche Gelder des Landes unterstützt werden. Stattdessen sollten kleinere und mittlere Betriebe, die die Qualitätsstandards des Ökolandbaus erfüllen, so gefördert werden, dass sich viele regionale Betriebe statt weniger zentraler Großfirmen auf dem Markt behaupten können. So kann endlich der Weg hin zu besseren Haltungsbedingungen für Legehennen in Sachsen freigemacht werden", so der GRÜNEN-Landesvorsitzende abschließend.

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Hintergrund:Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes

Pressemitteilung 2013-16 vom 18.02.2013

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